Macworld in San Francisco…

Moscone_south

Die Schlange vor dem Eingang in die Halle Moscone Süd. Vorteil für uns: Der Jetlag. Einer von uns konnte schon um 5 Uhr glockenwach Plätze in der Schlange für die Keynote mit Steve freihalten.

Vorgestern hat der Veranstalter der legendären „Macworld“ in San Francisco (IDG World Expo) bekannt gegeben, dass es diese Messe ab 2015 nicht mehr geben wird. Ausgedrückt hat er das  anders: „Die Messe nimmt sich eine Auszeit“…

Zwei Gründe sind wohl hauptsächlich dafür verantwortlich:

1.) Apple hatte im Jahre 2009 angekündigt, nicht mehr an der Messe teilzunehmen, und natürlich – 2.) das Internet.

MacWorld in San Francisco Anfang Januar war immer Weihnachten direkt nach Weihnachten. Neue Spielzeuge für Geeks, Steve Jobs legendäre Keynote-Präsentationen, Cable Car fahren – hach, wat war das schön.

PowerMacG3

Aufregend: PowerMac G3 und eine neue Schnittstelle: FireWire400!

Wir waren ab 1999 viele Jahre da, das war immer was ganz besonders: Die Hersteller unserer Produkte waren vor Ort, und nicht nur die selbstlaufenden Marketing-Sprechblasen. Wenn man mit den über das Jahr aufgestauten Problemen an den Stand kam, dann wurde recht schnell ein verschreckt blickender Techniker oder Programmierer aus einer Ecke gezogen, und in vielen Fällen gab es kurz danach eine neue Version/Firmware.

Man konnte live den Aufstieg und Fall von ganzen Technologien verfolgen: Keine Diskettenlaufwerke mehr? Ha, what for! Eine neue, magische, superschnelle serielle Schnittstelle namens (nein, nicht Thunderbolt) Firewire 400? Mit Transferraten, die einem den Mund wässrig machten? Haben wollen!
Neue Versionen des Programmes „ColorStudio“ (der bessere Vorgänger von Photoshop)?Alles da, und wir live dabei…

Und das Ganze auch noch in der grandiosen Kulisse einer faszinierenden Stadt. In der es solche merkwürdigen Restaurants gab wie die „Stinking Rose“, ein Etablissement, in dem es Knoblauch gab – nicht als Gewürz, sondern ganze, gegrillte Knollen.

Schön auch die direkten Kontakte nach Messe-Ende, abends an der Bar großartige Entwürfe planen für neue Produkte (habe ich eigentlich jemals erwähnt, dass die Idee zum iPhone von mir ist? Nein?) und ganz viel von Geist und Umfeld aufsaugen.

Pflichtprogramm war auch ein Besuch in Cupertino im Apple Hauptquartier, einmal in den (damals einzigen) AppleStore (damals „Employee Store“) auf dem Campus gehen und große Augen bekommen.
In den 2000-er Jahren wurde es zunehmend schwierig: Die Dienstleister hatten gemerkt, was für ein Magnet die Macworld war, und Preise für alles damit Verbundene schossen in die Höhe. Hotelzimmer in der Nähe der Messe gingen dann für $300 die Nacht weg, Eintrittspreise und Preise für Verpflegung kletterten…

BunteiMacs

Das Jahr, in dem Apples Aufstieg begann: Jony Ives bunte iMacs. Direkt nach der Keynote war das Stadbild voll mit diesen Bussen…

Im Jahr vor „9/11“ sind wir das letzte Mal da gewesen, und da war der Beginn des Niederganges schon zu bemerken:
Die Haupthalle mit dem riesigen Apple-Stand war in der „South Hall“, und unter der Strasse durch die „North Hall“ war immer Sammelpunkt für die abgefahrenen Sachen. Und Schwankungen in der Ausstellerfrequenz merkte man immer zuerst an der Belegung der „North Hall“: Große Bereiche einfach durch Stoffwände abgetrennt, und in der „South Hall“ war das Loch, was der fehlende Apple-Stand hinterließ, nicht zu übersehen.
Good bye, „Macworld“. Du warst eine echte Bereicherung. Du hattest die Zutaten, aus denen wahre „Mac-Afficionados“ geschmiedet wurden. 

Und die es heute noch sind…

😉

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