Apple Watch, iPhone 6+ und Pebble…

In einigen Monaten soll es ja dann mal irgendwann die „Apple Watch“ geben. Neben den direkten Fragen (Sieht die gut aus?, Wie lange hält der Akku?) stellt sich natürlich die wesentlichste Frage: Was soll das Ganze? Brauche ich sowas?

Um mal ein Gefühl dafür zu bekommen, wie das so ist mit einer „verlängerten“ iPhone – Anzeige haben wir uns auf dem Markt für „Wearables“ umgesehen und dann unerschrocken eine „Pebble Steel“ geordert.

PebbleSteelVon den direkten Fragen können wir zwei beantworten:
Aussehen: Wie immer – Geschmackssache.
Akkulebensdauer: 1 Woche.

Aufladen tut man die über ein spezielles Ladekabel, das sich so ähnlich wie ein MagSafe – Adapter an die Seite der Uhr anklickt. Wer sich diese Uhr ordert, sollte gleich ein weiteres Ladekabel mitbestellen. Ansonsten ist bei leerer Uhr nie das Kabel da, wo man es braucht.
Zur Nutzung mit dem iPhone muss man die Uhr per Bluetooth koppeln, und man muss eine App für das iPhone herunterladen. Nach der Kopplung stehen zwei Verbindungen in der Bluetooth-Liste, und das ist laut Herstellersite auch richtig so. 

Mit Hilfe der App kann man Zifferblätter auf die Uhr laden und kleine Programme. Bei den Zifferblättern sollte man beachten: Die Anzeige ist ein spezielles LCD-Display, welches seinen Zustand ohne Batterieverbrauch beibehält. Wer möglichst lange Betriebszeiten der Uhr haben will, nimmt eine Anzeige ohne Sekundenzeiger, dann wird der Bildschirm nur jede Minute aktualisiert.

A propos Zifferblätter: Wer, sagen wir mal vorsichtig, suboptimal sieht ohne Brille, der installiert sich ein Ziffernblatt mit extragroßen Ziffern. Dann kann man auch nachts ohne Brille die Uhr ablesen, zumal sich das Licht der Uhr durch ein kurzes Schütteln oder Drehen des Handgelenkes kurz einschaltet.

Die eigentlichen Vorteile der Pebble (und wohl dann auch der Apple Watch) ist das geänderte Nutzungsverhalten mit dem iPhone:
Bisher: Es piept in der Tasche. iPhone aus der Tasche kramen, anschalten, nachsehen, zur Kenntnis nehmen oder beantworten, wieder einstecken.
Pebble-Style: Die Uhr vibriert, kurzer Blick darauf nimmt die Mitteilung zur Kenntnis, ein Druck auf den rechten, mittleren Knopf löscht die Mitteilung. Wenn keine Aktion erforderlich ist, also sofort antworten, auf Facebook posten, was man grade isst oder ähnliches – dann bleibt das iPhone in der Tasche. Zeitersparnis: 20 Sekunden pro Nachricht. Das Display ist auch und grade bei gutem Umgebungslicht sehr gut zu erkennen, durch einfaches Schütteln gibts kurz Licht.

Das funktioniert mit allen Mitteilungen, die in der Mitteilungszentrale des iPhone auflaufen, also SMS, WhatsApp, Facebook, fällige Aufgaben, Terminen…

Den Vorteil merkt man vielfach: Dick angezogen im Winter, beim Autofahren,…
Einfach kurz aufs Handgelenk gucken und gut.
Extrabonus für Nutzer der Packstation: Die Meldungen mit der PIN kommen auch auf die Uhr, das Telefon kann in der Tasche bleiben. Und die geringere Telefonnutzung merkt man:

Das iPhone 6+, ohnehin schon mit 3 Tagen Laufzeit gesegnet, erreicht damit sehr angenehme Benutzungsdauer:

BatteriedauerMan kann mit der Pebble auch die Musikwiedergabe des iPhones steuern, und ein eingebauter „Rüttelwecker funktioniert auch tadellos. Bei den Apps gibt es einige, die richtig Sinn machen:

Wer eine „NetAtmo“ Wetterstation zu Haus hat kann sich die aktuellen Werte auf seiner Pebble anzeigen lassen. Für Nutzer von Evernote ist das auch eine schicke Erweiterung: Ich habe jetzt immer eine Notiz in den Favoriten, die ich mir auf der Uhr anzeigen lassen kann. Schön für Einkaufsliste und andere merkbare Dinge.

Fazit: Vorsichtige Zustimmung. Ob ich jetzt auch noch kleine Scribbles oder meinen Herzschlag verschicken will, das weiß ich nicht. Aber die Anzeige der Mitteilungen ist definitiv eine angenehme Sache. Ich vermute auch, dass die Auswahl an Geräten größer wird, und für die Android – Wear – Geräte wird es vielleicht auch über kurz oder lang Apps für das iPhone geben.