Programmiersprache und Speicherbedarf

In einem interessanten Artikel über den Speicherbedarf des neuen M1-Chips gab es einen kleinen Hinweis, der in die Richtung ging: „Apples Programmierumgebung arbeitet anders als WIN & Android, deswegen brauchen die Rechner weniger Speicher“. Folgt man diesem Gedanken durch das Internet, stellt man fest: Da ist was dran. Kurz zusammengefasst: Ein Programm möchte ein Fenster öffnen. Dazu wird dieses Fensterobjekt in den Speicher geladen. In der Apple Combo aus Programmierumgebung und Prozessor wird jetzt ein sogenannter „Reference Counter“ erhöht. Bei jedem weiteren Öffnen wird dieser Zähler um 1 erhöht, schließt man ein Fenster, wird der Zähler erniedrigt. Ist der Zähler bei 0, wird das Objekt aus dem Speicher geschmissen. Auf Windows und Android ist das anders, da bleibt das Object im Speicher, bis die Müllabfuhr kommt: Die sogenannte „Garbage Collection“. Die kommt, wie die reale Müllabfuhr, regelmäßig, aber mit Abständen. Solange bleiben alle geöffneten Fensterobjekte quasi leblos im Speicher. Apple Kombination aus Hardware und Software ist drastisch optimiert für den Zyklus „Laden – Zähler erhöhen – Zähler reduzieren – Löschen“, und darin liegt das Geheimnis der hohen Geschwindigkeit und des geringeren Speicherbedarfes. Die Empfehlung für Speicherkauf beim Erwerb eines neuen M1 – Notebooks: Wer viele Standardprogramme gleichzeitig nutzt, der kommt mit 8GB lange hin, ohne eine Verlangsamung zu spüren. Wer viele Programme mit hohem Speicherbedarf (Logic, et al) nutzt, der braucht viel Speicher. Und selbst, wenn das System Speicher als virtuellen Speicher nutzt: Die neue SSD ist so schnell angebunden – man merkt nichts.