Eine der am schnellsten wachsenden Produktkategorien sind die „Network attached storages“, kurz auch „NAS“ genannt.
Kleine bis große Kisten, mit mehreren Festplatteneinschüben, mindestens einem Netzwerkanschluss und einem kleinen Rechner eingebaut, der meistens unter Linux läuft.
Diese NAS stellen für alle Rechner im Netz verschiedene Dienste bereit, das geht vom Datenspeicher und Webdiensten über Kalender und mehr bis hin zum Time Machine Ziel für Macs.
Hersteller gibt es viele, und wir haben jetzt eine lange Zeit mal die verschiedenen Produkte getestet und uns für einen Hersteller entschieden: Synology.

DS1513+

DS1513+

Das liegt zum einen an der großen Bandbreite der angebotenen Geräte, von klein mit zwei Festplatten bis ganz groß mit 60 Festplatten. Zum anderen liegt es stark an der Software, die auf diesen Geräten läuft. Das ist der „DSM“, der „Disk Station Manager“. Erreichbar per Webbrowser, gut durchdacht, einfach zu bedienen und mit Hilfe der installierbaren Pakete sehr mächtig. Für diese Software gab und gibt es reichlich und regelmäßig Updates, eines der letzten großen Updates ermöglicht jetzt zum Beispiel die „Zwei-Faktor-Autorisierung“:
Man meldet sich als Admin mit Usernamen und Kennwort an, und wird dann anschließend nach einer 6-stelligen Kennzahl gefragt. Diese Kennzahl liefert ein kleines Programm auf dem iPhone, und dieses Kennwort ist immer genau 60 Sekunden und somit nur für einen Anmeldevorgang gültig.

Zwei-Faktor-Autorisierung

Zwei-Faktor-Autorisierung

Für unsere verschiedenen Datenspeicher-/Backup-/Archiv-Szenarien haben wir diese Synology Diskstation integriert. Diese Szenarien reichen vom einfachen Time Machine Backup auf eine Apple Time Capsule oder einen OSX Server über die automatische Synchronisation bestimmter Ordner auf so eine Diskstation und die weitere Überspielung dieser Daten auf eine entfernt stehende Diskstation bis hin zum Hochverfügbarkeits – Cluster auf zwei identischen Diskstation.

Auf so einem Gerät läßt sich mit wenigen Klicks eine private Cloud einrichten, auf der alle Daten von überall erreichbar geschützt abgelegt werden können. Man kann einen Webserver einschalten, kann auf Daten per FTP/WebDAV zugreifen und über Hilfsprogramme auf dem iPad/iPhone kann man Bildergalerien anlegen und pflegen, Videos streamen und seine eigene Dropbox („Cloudstation“) betreiben, die alle darin abgelegten Daten automatisch zwischen allen Geräten synchron hält.

Nachtrag: Ein kleiner Artikel in der FAZ über die Software…