Windows auf M1/M2-Macs

Windows auf M1/M2-Macs – Ein immer wieder nachgefragtes Thema. Eine kurze technische Erklärung:

Bisher war es so, dass auf allen Macs mit Intel-Chips eine Virtualisierungssoftware installiert werden konnte, mit der die Installation und Ausführung von Windows-Programmen möglich war. Der beim Mac mitgelieferte Virtualisierer hieß Bootcamp, kommerzielle Produkte waren vmware und Parallels. Technisch war das relativ einfach, weil sowohl Windows als auf macOS auf die gleichen Befehle im Prozessor zurückgreifen konnten. Die Virtualisierungssoftware musste nur die Abläufe dabei etwas umbiegen – grob gesprochen:

„Auf dem Mac nimm das Register ABC für diesen Befehl, auf Windows nimm bitte XYZ“.

Dieses Anpassen kostete wenig Leistung, deswegen war Windows auf dem Mac etwas langsamer, aber benutzbar. Schon damals war spezielle, meist etwas „unsauber“ programmierte Software dabei ein Problem.

ARM – eine ganz neue Architektur

Vor zwei Jahren hat Apple dann angefangen, die Intel-Chips aus den Rechnern zu werfen, statt dessen zogen selbst entwickelte Prozessoren auf ARM-Basis in die Rechner ein. Um dort Windows drauf laufen zu lassen muss deutlich mehr passieren als nur kleine Umleitungen bereitzustellen, es mussten komplette Befehle emuliert werden. Das ist ein großer, fehlerträchtiger Aufwand, deswegen ist es bisher von zaghaften Versuchen abgesehen noch nicht dazu gekommen.

Windows on ARM

Glücklicherweise hat auch Microsoft vor langer Zeit angefangen über ARM-Chips nachzudenken und ein „Windows on ARM“ für bestimmte Geräte – das Surface zum Beispiel – zu entwickeln. Das Ziel wurde aber ziemlich halbherzig verfolgt. Es gab zu wenig PCs mit ARM, und deswegen hat man dann mit gebremsten Schaum entwickelt – das Henne/Ei Problem. Deswegen gibt es diese Windows-Version nicht zu kaufen, lediglich für Entwickler wurde sie zur Verfügung gestellt.

Windows auf M1/M2-Macs

Diese Windows on ARM – Version würde auf dem Mac laufen, wenn es denn eine Virtualisierungssoftware dazu gibt. Und die gibt es inzwischen, die Firma Parallels hat das Risiko auf sich genommen, so etwas zu entwickeln. Risiko deswegen, weil immer noch nicht offiziell bekannt ist, was Microsoft mit Windows on ARM vorhat. Zweiter Nachteil: Es wird von Microsoft immer noch vermarktet als „für Entwickler“, und demzufolge gibt es keinen Support dafür. Auf der Webseite wird es sehr offensiv vermarktet:

Windows auf M1/M2-Macs

Versuch macht kluch

Wir haben uns dann mal ein MacBook Air M2 mit 24GB Speicher genommen und Parallels darauf installiert. Nach der Installation fragt dann das Programm, ob wir nicht gleich Windows 11 Home darauf installieren wollen – wollen wir. Der Vorgang ist dann Windows – typisch. Es müssen diverse Sicherheitsupdates nachgeladen und installiert werden, das zieht sich etwas, und dann startet Windows 11.

Erster Eindruck

Flott. Parallels hat sich auf dieser Maschine automatisch Speicher und Prozessorkerne reserviert, eine 256GB große mitwachsende virtuelle Festplatte angelegt. Start ist flott, Umschalten zwischen Programmen ist flott, Browsen mit Edge klappt wunderbar. Das war die Pflicht, jetzt kommt die Kür: Fremde Programme.

Die Kür

Wir laden herunter und installieren Photoshop, gestartet, Bild geöffnet – klappt. Langsamer als auf dem Mac, aber benutzbar. Wohlgemerkt, Photoshop „aus dem Karton“, keine merkwürdigen Plugins oder Erweiterungen.

Nächster Versuch: Wir installieren die Programmierumgebung für unser Dokumentenverwaltungsprogramm isidocs. Die hat schon ein paar Haken und Ösen, erstaunlicherweise startet alles und läuft glatt und recht flott. Hier kommt uns die gute Integration von Parallels grade recht: Dropbox wird automatisch eingebunden, Github funktioniert und spezielle, benötigte Order auf dem Mac kann man mit wenigen Klicks in die Seitenleiste holen.

Fazit

Windows auf M1/M2-Macs funktioniert auf den ersten Blick wunderbar. Vom Doppelklick auf die virtuelle Maschine bis Windows 11 Desktop: 5 Sekunden. Es gibt nur die Windows 11 Home – Edition, das reicht für bestimmte Programme deutlich aus. Der aktuelle Stand macht Mut, allerdings sollte man vor allzu großer Begeisterung das Programm laden und in der kostenlosen Testphase mit den eigenen Programmen ausprobieren. Wenn das klappt – wunderbar. Ein Damoklesschwert schwebt über dem ganzen Thema:

Bei Problemen mit Software oder dem System darf man keine Unterstützung von Microsoft erwarten – offiziell handelt es sich bei Windows on ARM schließlich um Testversionen für Entwickler ohne Support. Ein Problem z.B. für Unternehmensanwender

In die Ecke malen… Die neuen M2 kommen

Leistung satt!

Die neuen MacBook Pro mit M2 sind vorgestellt, die ersten Leitungstests tauchen auf, die ersten Maschinen sollen dieser Tage ausgeliefert werden. Alle Tests bescheinigen einen Leitungszuwachs zwischen ungefähr gleich ausgestatteten Maschinen von 15-30%. Das ist ganz ordentlich, allein, die Frage stellt sich: Wozu?

Leistung im Überfluß

Schon bei der Vorstellung der Geräte mit dem M1 Pro/Max/Ultra waren die Leistungssteigerungen gegenüber den Intel-Rechnern atemberaubend. Mein Statement von damals gilt heute deswegen um so mehr: Die meisten Menschen mit moderatem Arbeitsaufkommen im Grafikbereich kommen mit einem M2 „normal“ deutlich hin. Sowas ist z.B. im MacBook Air verbaut, mit 8 CPU-Kernen, 10 Grafikkernen und maximal 24 GB RAM. So etwas nutzen wir hier auch für Lightroom, Photoshop, InDesign und Programmentwicklung. Und, was soll ich sagen: ich habe noch kein einziges Mal gedacht: „Das könnte jetzt aber schneller gehen“.

Neu gegen alt

Geht man dann mal auf einen hochaufgerüsteten Intel-Rechner zurück, dann tauchen sie plötzlich auf: Die kleinen Hakeligkeiten. Starten dauert, Filterberechnungen werden wieder wahrnehmbar, leises und dann lautes Lüften tauchen auf…

So ein M1/M2 ist einfach „zippier“.

M2 Pro/Max für wen?

Guten Frage. Es gibt einige ganz klare Anwendungen, die davon profitieren:

  • Rendering
  • Videoschnitt
  • Audio mit vielen Spuren
  • Softwareentwicklung

Für jemanden, der 12 Stunden auf das Fertigwerden von Renderings warten, sind 30% schneller 30% weniger Wartezeit.

Mit der Anabolika-Spritze für den Mac mini stößt der jetzt in Leistungsbereiche vor, wo sich vorher der MacPro getummelt hat. Den iMac Pro haben wir ja schon mit dem M1 überholt…

😉

Was alle Käufer eines M2 Pro/Max merken werden: Wenn es mal nicht ans Rendern etc. geht, dann wirken sich die jetzt 4 energiesparenden Kerne auf die Batterie aus, die Lebensdauer ist noch mal besser geworden.

Lange Rede, kurzer Sinn: Eigentlich sind die Macs, die man für eine bestimmte Arbeitsweise kauft grad preiswerter geworden – statt eines M1 Studio reicht vielleicht schon ein Mini mit M2Pro.

Und der etwas merkwürdige Titel dieses Beitrages: Ob Apple sich nicht langsam in eine Ecke gemalt hat? Immer mehr Leistung für immer weniger Anwender? Was zu erwarten ist: Die Softwarehersteller werden neue, rechenintensive Features jetzt auf die M1/M2 optimieren, der Wettlauf geht also weiter! Von daher lohnt sich auch das „auf Vorrat kaufen“ grad – so einen Rechner nutzt man ein paar Jahre.

Also: Wer so einen schicken neuen Rechner gern hätte: apple@kunckeledv.de.

Bye, bye Twitter – hello RSS

Der neue, „etwas“ erratisch agierende Inhaber von Twitter hat im Rahmen seiner Versuche, die Plattform profitabel zu machen, den sogenannten API-Zugang gesperrt.
Was ist das? Der API-Zugang war eine Möglichkeit für Entwickler, den Twitter-Feed in einer eigenen App anzuzeigen. Das war insofern schön, weil man dann sehr weitreichend wählen konnte, wie einem die Tweets präsentiert wurden. Das schöne daran: Die Entwickler konnten sich entscheiden, keine Werbung aus dem Feed anzuzeigen. Diese Apps waren beliebt, und mein persönlicher Favorit war „Tweetbot“ von den Tapbots. Damit war es möglich, Twitter als effektive, schnelle Informationsquelle zu nutzen. Man suchte sich Quellen, denen man vertraute: Daring Fireball, Sixcolors, PopeHat, Spiegel


Immer, wenn da was gepostet wurde, hatte man das in seiner persönlichen Timeline – ohne Werbung. Wer jemals über die offizielle Twitter-Webseite das versucht hat, wurde nach wenigen Minuten wahnsinnig. Werbung, irgendwelche Beiträge, von denen irgendein betrunkener Algorithmus glaubte, sie wären für mich interessant.


Nun stellt man sich ja zu Recht die Frage: Warum erlaubt Twitter so etwas, wenn keine Werbung gezeigt wird? Berechtigte Frage, aber jetzt im Nachgang zu beantworten: Alle diejenigen, die Beiträge beigesteuert haben, hatten ein riesiges Publikum – das war und ist Ansporn, weiter dort aktiv zu sein. Das hat die Plattform so beliebt gemacht.


Nun wurde ohne Vorlauf, Ankündigung oder Warnung über Nacht einfach der Zugang stillgelegt. Das ist mindestens schlechter Stil, und nun fragen sich viele Nutzer: Wie an die gewohnten Informationen kommen?

Alternative: Mastodon

Es gibt einige Alternativen, die, die im Moment am meisten genannt wird ist „Mastodon“. Unterschied zu Twitter: Dezentral, also verschiedene Server („Instanzen“), auf denen man seinen Acoount anlegt und der einem dann die gewünschten Inhalte in die lokale Timeline spült. Funktioniert ganz gut, und durch die Verwüstungen bei Twitter aktuell gestiegener Nutzerzuzug. Ob man alle seine Inhalte darauf bekommt – abwarten. Im Moment ist die erste Hürde, einen Server zu finden, der zu einem passt und der noch Anwender aufnimmt. DeathMetal.social wäre jetzt nicht so mein Ding, nerdculture.de (wo ich bin) schon eher!

Alter Bekannter: RSS

Ich plädiere tatsächlich für einen uralten Bekannten: Rich Site Summary (RSS). Viele Webseiten bieten das an, und man kann auch hier Programme nutzen, die einem die Feeds zusammenholen. Viele Webseiten reagieren z.B. auf die Eingabe der URL kunckeledv.de/rss oder kunckeledv.de/feed. Meist kommt danach gleich die Frage, ob man mit dieser URL den Reeder öffnen will, der dann nur noch nach dem Ordner fragt und zack – ist eine Subscription eingetragen. Empfehlung: Reeder 5. Wichtig: Diese Aggregatoren sollten die sogenannten Subscriptionen synchronisieren, damit man beim Wechsel vom Mac auf das iPad nicht alles neu laden muss. Reeder z.B. tut das auch über iCloud. Wer das einmal eingerichtet hat und nutzt, bekommt alles Interessante schnell und werbefrei geliefert. Die Übersicht ist wunderbar, man kann schnell alles überfliegen und sich bei Bedarf dann Artikel in die Leseliste legen. Die synchronisiert sich auch. Am iPhone schnell durchgehen, manches sofort, weiteres in die Leseliste und die dann zu Haus abarbeiten. Information kann so einfach sein.

Screenshot eines RSS-Readers
Screenshot von Reeder 5

Bei Interesse: unsere Seite hat einen Feed unter kunckeledv.de/feed/rss.

M1 Speedtest im wahren Leben

Nun ist es ja immer so, dass Apple bei neuen Rechnern das Blaue vom Himmel verspricht, und Prüfung dazu ist manchmal nicht einfach. Wir als Apple-Konfiguratoren, Berater und Verkäufer hören zwar viel, wir lesen auch viel, aber manchmal ist ein praxisnaher Test doch am überzeugendsten.

Wir hatten eine befreundete Agentur gebeten, die sich viel mit Cinema 4D und Rendering beschäftigt, doch mal in einer realen Aufgabe ein MacBook Pro 16 zu testen. Das ist nicht ganz unaufwendig, deswegen noch mal Danke für die Mühe.

Setup: 2 Filme mit je 16 Sek. Länge (je 400 Bilder) sollen in Cinema 4D gerendert werden. Das läuft dann so ab, dass zum Start alle in der Agentur unbeschäftigt rumstehenden Rechner über eine kleine Software als Render-Clients mithelfen. Im Test war es als Master ein Mac Pro 6,1 8-Core Intel Xeon E5 3 GHz und als grad freier Gehilfe ein iMac Pro 1,1 8-Core Intel Xeon W 3,2 GHz, beides also nicht die ganz langsamen Maschinen. Dieses Gespann war nach 7:30h fertig, unter herzhaftem Einsatz der eingebauten Lüfter.

Cinema 4D ist bei dieser Aufgabe dann hemmungslos: Wer mitrechnet, macht nichts anderes. Tastendrücke, Mausklicks – alles sehr zäh.

Das dagegen angetretene MacBook Pro 16 (dieses) absolviert diese Aufgabe ALLEIN in 9:45. Und hat noch Energie für Nebenaufgaben. Kann man im Screenshot sehr schön sehen: Von den eingebauten 10 Kernen sind 9 komplett ausgelastet, der 10. arbeitet mit 40% mit und beantwortet sonstige Anfragen. Und: die Lüfter machen sich nicht auffällig!

Wir hatten mal gesagt, dass der M1 doppelt so schnell wie der schnellste iMac Pro ist: Lagen wir garnicht mal so ganz verkehrt…

Rechnet man jetzt mal ein Gespann wie oben mit 2 MacStudio Ultra, dann sollten wir bei nochmal der Hälfte liegen – 3-4 Stunden. Spannend. Ach ja – da kommt ja noch der MacPro… 🤪

M1 Speedtest im wahren Leben
Alle rennet, rechnet, lüftet. Sehr frei nach F.Schiller.

Bezahlen mit der Badehose…

Ok, das ist jetzt etwas reißerisch. Angelehnt an eine Jahrzehnte alte Werbung, in der eine junge Frau einem südlichen Meer an einem Traumstrand entsteigt, sich an der Strandbar etwas bestellt und zum Bezahlen eine Kreditkarte aus der Bikinihose pult.

Im Sommer ist man versucht, möglichst wenig mitzunehmen, die dicke Brieftasche mit den 15 Rabattkarten, die man immer mal nutzen wollte, kann gern zu Haus bleiben. Wie dann aber bezahlen? Mit dem Aufkommen digitaler Bezahlmethoden, die schnell sind und auch für kleine Beträge praktikabel, ist die aktuell „leichteste“ Lösung eine AppleWatch – mit hinterlegten Kreditkarte(n) eine Möglichkeit, in Badehose noch zahlungsfähig für ein Aperol Sprizz an der Beachbar zu sein.

Das soll angeblich auch mit entleertem Akku noch einige Zeit möglich sein, haben wir wegen fehlender Nervenstärke noch nicht ausprobiert.

Wer noch weniger mitnehmen möchte und sich keinen Gedanken über Batterielebensdauer machen will, für den gibt es einen weiteren Schritt zu „wenig mitnehmen“:

Pagopace, ein RFID-Zahlungschip in Ringform. Gibts in verschiedenen Ausprägungen und Farbe, der Verfasser nutzt dieses Exemplar:

Inbetriebnahme ist einfach:

1.) Man bestellt sich einen Ring inklusive Messschablone. Kostet aktuell 99€, man bekommt geschickt eine Sammlung von Plastik-Testringen in verschiedenen Größen und einen Gutschein für den endgültigen Ring. Wer seine Ringgröße weiß, kann natürlich den Ring direkt bestellen.

2.) Man testet die Ringgröße und bestellt dann im Shop den endgültigen Ring.

3.) Die Verbindung zwischen Ring und Kreditkarte wird über eine spezielle Karte der Firma Curve hergestellt. Dort lädt man sich die App herunter, beantragt eine kostenlose Kreditkarte, die aber nicht allein funktioniert. Die Curve-Karte dient quasi als Vorschaltgerät für eine (oder mehrere) eigene Kreditkarten. In der kostenlosen Variante bis zu zwei Karten, bei mir eine private und eine berufliche. Der Trick dabei ist, dass man eine der eigenen Karten als Hauptkarte definiert, von der alle Zahlungen abgebucht werden.

4.) Bei der Bestellung, vor dem Versand, muss man seinen Ring mit der Karte verbinden. Das ist ein zweistufiger Prozess, vor dem Versand hinterlegt man seine Curve-Karte, bei Ankunft des Ringes scannt man einen Code, der die Verbindung bestätigt.

5.) Bei Zahlungen den Ring wie im Video (link wird mitgeschickt bei Versand des Ringes) an das Terminal halten. Klappt bei jetzt 20+ Zahlungen wunderbar, einmal gab es eine Meldung, man möge nur eine Karte präsentieren. Ließ sich durch erneutes Anlegen beheben. WICHTIG: Man muss sich mit der PIN der Curve-Karte legitimieren!

Weiterer Vorteil:

Zahle ich einen Betrag z.B. von meiner privaten Karte und stelle dann fest, es sollte eigentlich meine berufliche Karte belastet werden, dann kann ich diese Zahlung in der App auswählen, eine Zeitreise antreten („Go back in time“) und dem Betrag die richtige Karte zuweisen.

Datenübernahme auf neues iPhone…

Ich habe mal den kompletten Übernahmeprozess aufgeschrieben, mit Fallstricken und unerwartetetn Wendungen. Möge es anderen eine hilfreiche Anleitung sein.

Datenübernahme auf neues iPhone...
Los gehts…

Letzte Woche war es mal wieder soweit: Das neue iPhone 14 Pro wartet zur Abholung im AppleStore auf mich. Ich hatte das über die Apple-Webseite unter meinem Account gekauft und als „Abholung im Store“ markiert.

Vorbereitung

Erste Stolperstelle:

Wenn man das Gerät auf der Webseite konfiguriert, dann kann man nach Eingabe von Art, Speicher, Farbe, etc. irgendwann die Lieferzeit sehen, daneben dann einen weiteren Link: „Zur Abholung im AppleStore XXX verfügbar/nicht verfügbar“. Auch ein Klick auf den Link „nicht verfügbar“ lohnt sich, es werden einem dann ähnliche, verfügbare Modelle angezeigt oder AppleStores, wo es das gewünschte Modell gibt.

Bestellung

Bestellt man dann und merkt zur Abholung vor, dann bekommt man Abholslots angeboten, einen bis zwei Tage weiter. Da kann man einen wählen, auch wenn man den Termin nicht schafft. Bei mir war die Reservierung und buchbare Abholung Mo/Di., ich konnte aber erst am Wochenende dort sein. Keine Angst, wenn der Abholslot verstreicht hat man noch 7 Tage, das Gerät ohne Voranmeldung abzuholen.

Abholung

Die Abholung selbst ist dann schnell und einfach: Die Bestellung kann man in die Wallet auf dem alten iPhone laden, im Laden dann einem „Specialist“ vorzeigen, Personalausweis zur Legitimation zeigen und wenige Minuten später hält man es in den Händen.

Backup

Da ich das Gerät online unter meinem Account bestellt hatte und unter diesem Account mein 13Pro angemeldet war, denkt sich Apple natürlich: „Hoppla, der will ein neues iPhone nutzen“ und richtet automatisch ein Backup in iCloud für die Datenübernahme ein und – sehr angenehm – stellt auch automatisch für zwei Wochen genug Speicherplatz dafür zur Verfügung. Nach erfolgreicher Übernahme wird dieses Backup dann wieder gelöscht. Wer nicht in die Cloud sichern will, kann das am Rechner lokal tut, wichtig dabei: Backup verschlüsseln, damit Gesundheitsdaten und Kennworte mitkommen.

Banking-Apps

Das iPhone wird von vielen Banken als zweites Sicherheitsmerkmal genutzt, Stichwort Push-TAN. Je nach Bank ist dann noch eine Vorbereitung nötig: Bei der von mir genutzten Sparkasse/Landesbank habe ich einige Tage vorher einen neuen Freischaltbrief beantragt, mit dem man dann eine neue TAN-Verbindung einrichten kann. Manche Banken erlauben die Zustellung der Daten auch per SMS. Mehr dazu weiter unten.

Software

Es gibt einige Apps, die nur eine Anzahl von Aktivierungen erlauben, die müssen dann vorher abgemeldet werden. Bei mir ist „Aeon Timeline“ so ein Kandidat.

Wer einen Passworttresor wie „1Password“ nutzt, sollte sich das notwendige zweite Sicherheitsmerkmal spätestens jetzt einrichten: Entweder das erzeugte OneTimePassword in so etwas wie Authy speichern oder, besser, einen externen Schlüssel benutzen, wie z.B. YubiKey.

AppleWatch

Wenn eine Apple-Watch gekoppelt ist, diese bitte vor dem Start der Übernahme über die Watch-App entkoppeln. Wenn eine eSIM auf der Watch ist, bitte bei der kommenden Abfrage „Mobilfunktarif behalten“ auswählen, dadurch bleibt die eSIM auf der Uhr aktiv.

Übernahme

Datenübernahme auf neues iPhone – los gehts.

Den Prozess hat Apple auch sehr stark vereinfacht. Neues Telefon einschalten, einige Grundfragen zur Einrichtung beantworten, unter anderem WLAN und FaceID, und dann das neue Telefon neben das Alte legen. Die Geräte erkennen sich, und man muss dann wechselweise Fragen beantworten und Dinge erlauben/freigeben.

Die erste Datenübertragung richtet sich nach der Datenmenge, bei mir ungefähr eine Stunde. Nach dem Abschluss meldet das alte Telefon: „Alles übernommen“, und bietet an, es gleich plattzumachen für die Weitergabe. Das bitte NICHT tun, wir brauchen das alte Telefon noch.

Es sollten alle Daten, bei verschlüsseltem Backup auch die Kennworte übernommen worden sein. Wer einen Passworttresor wie „1Password“ nutzt, muss sich jetzt mit dem zusätzlichen Sicherheitsmerkmal einmalig anmelden. Das ist entweder ein Einmalkennwort, welches aber NICHT in 1Passwort gespeichert sein kann oder ein Sicherheitsschlüssel. Sollten Sie das vergessen haben und das Kennwort doch nur in 1Password gespeichert haben, kommt jetzt das noch funktionierende alte Telefon ins Spiel. Dort in 1Passwort nachschlagen.

Nachbereitung

Apps

Die Apps sind nicht mit im Backup, die werden Stück für Stück im Original geladen. Da muss man etwas Geduld haben, bis alle wichtigen da sind und man mit der Einrichtung fortfahren kann.

Corona – App: Der Begegnungsverlauf wird NICHT übernommen, d.h. wer auf dem alten Telefon noch eine rote Kachel hatte, startet mit einer frischen grünen Kachel.

Apple Watch

Wenn der Mobilfunktarif behalten wurde, kommt nach dem erneuten Koppeln der Watch die lapidare Meldung, dass der Mobilfunktarif einsatzbereit ist. ACHTUNG: Bei der Entkopplung gehen alle als Zahlungsmittel hinterlegten Karten aus der Watch-Wallet verloren. (Siehe weiter unten)

Banking Apps

Das ist eine Sache, die vorbereitet werden muss. Je nach Bank muss man jetzt ein sorgfältig orchestriertes Ballet zwischen Web, alten und neuem Telefon aufführen. Beispiele:

N26 – Die App starten auf dem alten Telefon, Kopplung entfernen. App starten auf dem neuen Telefon, koppeln. Man bekommt das notwendige Token dann per SMS geschickt.

Sparkassen: Die PushTAN – App starten, da ist keine Verbindung mehr hinterlegt. Neue Verbindung anlegen, Sparkasse auswählen, den erhaltenen Code (siehe Vorbereitungen) scannen. WICHTIG: Manche Banking – Apps wollen eine Aktualisierung der Zugangsdaten. Das geht innerhalb der Apps.

Andere Banken mit eigener App/Webseite: Es gibt Banken, die für bestimmte Aktionen einen QR-Code online generieren, die DAB/Paribas ist so eine. Um z.B. eine Überweisung zu machen, erzeugt die Webseite einen QR-Code. Den muss man mit dem autorisierten Telefon scannen und bekommt dann eine TAN. Um das neue Telefon anzumelden, braucht man einmalig noch das alte Telefon, mit dem man den geforderten QR-Code zur Einrichtung eines neuen Telefons scannen muss.

Packstation: Die Packstation App möchte auf dem neuen Telefon aktiviert werden. Das geht entweder, indem die Kundenkarte gescannt wird oder, indem man auf dem alten Telefon unter Einstellungen/Geräte ein neues Telefon hinzufügt.

CovPass – App: Wenn die Zertifikate nicht übernommen wurden, eben vom alten Telefon scannen.

Wallet

Alle Zahlkarten in der Wallet sind nicht mit übernommen, und auch in der Wallet der AppleWatch sind sie nicht mehr. Kreditkarten werden mit Eingabe der Daten plus PushTAN oder Kartengeheimnummer eingeladen, und zwar für Phone und Uhr jeweils einmal. Sparkassenkartenkarten werden per Sparkassen – App und PushTAN hinzugefügt. Wenn die PushTAN App korrekt eingerichtet wurde, nur etwas nerviger Aufwand bei mehreren Karten, jeweils für Telefon und Watch.

Fazit

Gesamtaufwand ca. 3 Stunden, und danach tröpfeln immer noch mal Apps hinterher. Manche Apps möchten neu angemeldet werden, ansonsten klappt der Vorgang bei guter Vorbereitung ohne Probleme. Viel Spaß mit dem neuen iPhone!

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