Interessante kleine Helferlein (#3): Paste

Kommen wir jetzt zu einem sehr wichtigen Helferlein.

Apple bietet seit einiger Zeit auch ein universelles Clipboard, andere Programme haben und können das schon deutlich länger. Ich nutze seit einigen Jahren mit wachsender Begeisterung Paste (https://pasteapp.io/) als Clipboardmanager. Paste wird aufgerufen über ein Tastenkürzel zum Einfügen, bei mir ist es Befehl-Shift-V.

Am unteren Bildschirmrand öffnet sich dann eine Leiste über die gesamte Bildschirmbreite mit allen zuletzt kopierten Dingen, also Texten, Bilder, Objekte aus Pages, Zahlenreihen aus Numbers, you name it.

Einfügebildschirm von Paste

Durch Klick wählt man das Eöement aus, welches in das offene Dkument eingefügt werden soll.


Möchte man mehrere Datenfelder aus zum Beispiel Formularen übertragen, kann man den „Paste Stack“ aktivieren. Befehl-Shift-C öffnet ein kleines, schwebendes Fenster mit dem eventuell grad markierten Text schon eingesetzt. Auf dem zu kopierenden Formular das nächste Feld auswählen, Befehl-C, der kopierte Inhalt taucht im Fensterchen auf. Jeder weitere Kopiervorgang fügt einen Eintrag unten in diesem Fenster hinzu. Wechselt man dann auf das Empfangsformular wird mit Befehl-V der oberste Eintrag eingesetzt, und mit jedem Einfügen so weiter, bis die Liste im Fensterchen leer ist.

Fängt man auf dem Ursprungsformular mit Vorname-Nachname-Strasse-PLZ-Ort an, und setzt den Cursor auf dem Zielformular in das „Vorname“ – Feld, dann braucht man nur 5 x Befehl-V eintippen, und die Daten sind alle übertragen.

Die richtige Reihenfolge von kopieren und einsetzen kann man umschalten, also von first in – first out auf last in – first out.

Alle kopierten Elemente merkt sich Paste einen einstellbaren Zeitraum lang, danach werden alte Schnipsel gelöscht.

Es sei denn, man legt sich Sammlungen an. Eine Sammlung z. B. heißt bei mir „Grüße“ und enthält alle möglichen abschließenden Grußflosteln für Mails. Immer, wenn ich eine tippe, die noch nicht in meiner Sammlung ist, kopiere ich sie, danach rufe ich Paste an und verschiebe die neue Floskel in die Sammlung. 

Alles, was in Sammlungen ist, wird nicht automatisch nach einer bestimmten Zeit gelöscht.

Einzelnen Elementen kann man einen Titel mitgeben, man kann ihn editieren, anheften (in eine Sammlung verschieben) und löschen. Paste hat auch eine Ausnahmeliste von Programmen, aus denen kopierte Elemente werden nicht aufbewahrt. Nützlich zum Beispiel bei Passwortverwaltungsprogrammen.

Hat man Paste für alle Plattformen, also iOs, iPadOs und macOs, dann werden Element zwischen allen Geräten synchronisiert.

Wegen der Beschränkungen in iOs(iPadOs ist die Handhabung nicht ganz so automatisch wie auf dem Mac: Hat man auf dem iPhone etwas kopiert wandert das nicht automatisch als Element in Paste, man muss danach eben Paste aufrufen, dann wird das kopierte Element übernommen. Alternativ geht es auch über das Sharing – Menü, mit dem zusätzlichen Vorteil, dass man dabei gleich einen Titel und eine Sammlung wählen kann.

Auf diese Weise ist bei mir eine reichhaltige und immer nützlicher werdende Sammlung von immer wieder genutzten Textschnipseln, Grafiken, Tabellen entstanden, die das digitale Leben deutlich einfacher machen. Alle Telefonnummer, alle Mailadressen, Kontonummern, Adressen, Logos, und nicht zu vergessen: Als Programmierer sammeln sich Mengen an Codesschnipseln, und da wird es dann wirklich hilfreich.

Empfehlung: 5 von 5 Sternen, ist seine kleine Abogebühr allemal wert.

Interessante kleine Helferlein (#2): Screen Float

In unserer kleinen Reihe über immer nützlicher werdende Helferlein heute ein Tool, um Bildschirmfotos zu machen. ScreenFloat, von Eternal Storms Software (https://www.screenfloatapp.com/). Der große Vorteil gegenüber der im System eingebauten Möglichkeit, Screenshots zu machen: Man kann die einzelnen Shots in einem eigenen Browser ansehen und einordnen in verschiedene Ordner, man kann Elemente, zum Beispiel Kontonummer etc. unkenntlich machen. Jeder Shot läßt sich in einer Vielzahl von Formaten exportieren. Macht man einen Screenshot eines Browserfensters, dann schreibt ScreenFloat die URL in das Notizfeld zum Shot. Und das Beste daran: der Text des Screenshots wird erkannt und in die Notiz geschrieben!

Bildschirmfoto von ScreenFloat

Der ShotBrowser, mit akiviertem (und abgeschnittenen Inhalt). Rechts unten in der Notiz steht der erkannte Text.

Einen großen Vorteil spielt das Programm aus, wenn es an die Bildschirmaufnahme geht, zum Beispiel für kleine Erklärvideos. Vom Menü aus läßt sich eine solche Aufnahme direkt oder mit Countdown starten, und in den Einstellungen läßt sich festlegen, dass der Mauszeiger und Mausklicks deutlicher gemacht werden. Sehr Hilfreich: In einer kleinen Überblendung am unteren Bildschirmrand lassen sich Sondertasten und Tastaturkürzel anzeigen. Das Ganze läßt sich anpassen, und auf Wunsch werden normale Klicks z.B. durch einen grünen Kreis und Rechtsklicks mit einem roten Kreis hervorgehoben.

Aus der Reihe: Hätten Sie es gewußt?

Im neuen iOS26 gibt es ja die Möglichkeit, die Symbole auf dem Home-Bildschirm generell anders darzustellen, also halbdurchsichtig, dunkel oder eingefärbt. Wenn man die Option »eingefärbt« wählt taucht ein Farbwähler auf, und der hat eine (oder zwei) besondere Farben.

Unten links gibt es eine speziell Farbfläche, zwei wenn das Telefon in einem Apple Case ist: einmal die Farbe des Telefones – cosmic orange, was sonst – und einmal die Farbe des Cases. Sofern es denn von Apple  ist. Deren MagSafe Zubehör kommuniziert mit einem NFC Chip mit dem Telefon. Wenn ein Batteriepack angeheftet wird oder das Telefon in eine Hülle eingelegt wird, meldet der Chip bei den Hüllen, welche Farbe die Hülle hat – und es wird dann eine exakt passende Icon-Farbe vorgeschlagen!

Wie man dahin kommt: Auf dem Home-Bildschirm so lange auf ein beliebiges Icon drücken, bis alle anfangen zu wackeln. Im aufklappenden Menü „Home-Bildschirm bearbeiten“ tippen, links oben in der Ecke „Bearb.“ tippen, dann „Anpassen“.

Die iPhone Kamera ist grade sprunghaft besser geworden

Die Diskussion ist ja nicht ganz neu, wird aber mit jeden neuen iPhone und jeder neuen Systemversion neu befeuert: braucht man noch eine „richtige“ Kamera oder reicht die, die man sowieso immer dabei hat? Aktueller Fall für das Neudenken dieser Frage ist die Vorstellung einer neuen Kamera-App, „Projekt Indigo“ von Adobe. Eigentlich ist es eine Kamera für Lightroom, obwohl die Lightroom-App ja auch schon eine Kamera hat, aber, ehrlich gesagt – nicht die angenehmste. Allein diese umständliche Art, die Brennweite auszuwählen nervt jedes Mal. Direkte Brennweitenanwahl – Fehlanzeige. Statt dessen muss man, um von einer Brennweite zur anderen zu kommen, z.B. von Tele auf normal, sich durch alle anderen Brennweiten quälen. Und die errechneten Auflösungen wie die 2x Einstellung gibt es schon mal gar nicht. Und wo wir grad dabei sind: Seit diversen Updates von Lightroom auf dem iPhone warte ich auf die Möglichkeit, die Lightroom-Kamera mit der Kamerataste direkt zu öffnen. Jetzt ahne ich, warum Adobe das nicht eingebaut hat. All diese Dinge löst Projekt Indigo, kurz PI. Dazu habe ich mal einen Artkiel geschrieben

Notrufe mit dem iPhone…

Grad bei der Recherche für ein anderes Thema drauf gestoßen:

Wenn man den nationalen Notruf (110/112) auf dem iPhone wählt, dann greift das iPhone dabei automatisch auf einen verfügbaren Provider zu. Heißt: Wenn Sie bei Vodafone sind und da keine Netzabdeckung haben, die Telekom aber z.B. noch Empfang bietet – dann nimmt das iPhone sofort das Telekom-Netz.

Und, noch besser: Man braucht nicht einmal eine SIM-Karte. Ein altes iPhone geladen rumliegen haben – und man kann immer Polizei und Feuerwehr rufen.

Und: BItte NICHT ausprobieren. Die Menschen in den Leitstellen haben genug zu tun und sind von Testanrufen Ü-BER-HAUPT nicht begeistert!

Apples Notizprogramm ist erwachsen…

Ein wunderbares Notizensystem

Apple hat mit iOS 18 den Notizen ein weiteres Update verpasst, und über die Versionen und Jahre ist da ein richtig gutes Programm für die Verwaltung von wichtigen und interessanten Informationen geworden. Im letzten Update ist die Möglichkeit dazu gekommen, Notizen zu verlinken, ein wichtiger Schritt zu einem Wissensmanagement-System. 

Sieht man sich mal an, was an anspruchsvollen Notizenapps so auf dem Markt sind, dann gibt es für sie Verwaltung großer Mengen von Notizen diverse Kandidaten, Notion und Obsidian hier besonders erwähnt. Notion ist für Organisation und Bearbeitung von Notizen im Team, Obsidian für alles, was möglich ist für den Einzelnutzer. Die Apple-Notiz-App ist auf allen Geräten, verbunden über iCloud und gut eingebettet in das Apple-Universum und kann viel und ist flexibel genug, dass jeder Nutzertyp damit klar kommt. Wir haben uns mal einige Gedanken gemacht, wie man das Notizprogramm ausreizt. Viel Spaß beim Lesen und Nutzen!