Kommen wir jetzt zu einem sehr wichtigen Helferlein.
Apple bietet seit einiger Zeit auch ein universelles Clipboard, andere Programme haben und können das schon deutlich länger. Ich nutze seit einigen Jahren mit wachsender Begeisterung Paste (https://pasteapp.io/) als Clipboardmanager. Paste wird aufgerufen über ein Tastenkürzel zum Einfügen, bei mir ist es Befehl-Shift-V.
Am unteren Bildschirmrand öffnet sich dann eine Leiste über die gesamte Bildschirmbreite mit allen zuletzt kopierten Dingen, also Texten, Bilder, Objekte aus Pages, Zahlenreihen aus Numbers, you name it.
Durch Klick wählt man das Eöement aus, welches in das offene Dkument eingefügt werden soll.
Möchte man mehrere Datenfelder aus zum Beispiel Formularen übertragen, kann man den „Paste Stack“ aktivieren. Befehl-Shift-C öffnet ein kleines, schwebendes Fenster mit dem eventuell grad markierten Text schon eingesetzt. Auf dem zu kopierenden Formular das nächste Feld auswählen, Befehl-C, der kopierte Inhalt taucht im Fensterchen auf. Jeder weitere Kopiervorgang fügt einen Eintrag unten in diesem Fenster hinzu. Wechselt man dann auf das Empfangsformular wird mit Befehl-V der oberste Eintrag eingesetzt, und mit jedem Einfügen so weiter, bis die Liste im Fensterchen leer ist.
Fängt man auf dem Ursprungsformular mit Vorname-Nachname-Strasse-PLZ-Ort an, und setzt den Cursor auf dem Zielformular in das „Vorname“ – Feld, dann braucht man nur 5 x Befehl-V eintippen, und die Daten sind alle übertragen.
Die richtige Reihenfolge von kopieren und einsetzen kann man umschalten, also von first in – first out auf last in – first out.
Alle kopierten Elemente merkt sich Paste einen einstellbaren Zeitraum lang, danach werden alte Schnipsel gelöscht.
Es sei denn, man legt sich Sammlungen an. Eine Sammlung z. B. heißt bei mir „Grüße“ und enthält alle möglichen abschließenden Grußflosteln für Mails. Immer, wenn ich eine tippe, die noch nicht in meiner Sammlung ist, kopiere ich sie, danach rufe ich Paste an und verschiebe die neue Floskel in die Sammlung.
Alles, was in Sammlungen ist, wird nicht automatisch nach einer bestimmten Zeit gelöscht.
Einzelnen Elementen kann man einen Titel mitgeben, man kann ihn editieren, anheften (in eine Sammlung verschieben) und löschen. Paste hat auch eine Ausnahmeliste von Programmen, aus denen kopierte Elemente werden nicht aufbewahrt. Nützlich zum Beispiel bei Passwortverwaltungsprogrammen.
Hat man Paste für alle Plattformen, also iOs, iPadOs und macOs, dann werden Element zwischen allen Geräten synchronisiert.
Wegen der Beschränkungen in iOs(iPadOs ist die Handhabung nicht ganz so automatisch wie auf dem Mac: Hat man auf dem iPhone etwas kopiert wandert das nicht automatisch als Element in Paste, man muss danach eben Paste aufrufen, dann wird das kopierte Element übernommen. Alternativ geht es auch über das Sharing – Menü, mit dem zusätzlichen Vorteil, dass man dabei gleich einen Titel und eine Sammlung wählen kann.
Auf diese Weise ist bei mir eine reichhaltige und immer nützlicher werdende Sammlung von immer wieder genutzten Textschnipseln, Grafiken, Tabellen entstanden, die das digitale Leben deutlich einfacher machen. Alle Telefonnummer, alle Mailadressen, Kontonummern, Adressen, Logos, und nicht zu vergessen: Als Programmierer sammeln sich Mengen an Codesschnipseln, und da wird es dann wirklich hilfreich.
Empfehlung: 5 von 5 Sternen, ist seine kleine Abogebühr allemal wert.
Im Laufe einer Computerkarriere findet eine konstante Anpassung an Geräte und Software statt. Mit der Einführung der iCloud haben plötzlich viele Programme Versionen für alle Plattformen, also Watch, iPhone, iPad und Mac, sind also überall im Zugriff. In letzter Zeit kristallisiert sich eine angenehme Vielfalt an kleine, spezialisierten Hilfsprogrammen heraus, und heute möchte ich eines vorstellen, das meine Arbeitsweise deutlich verbessert hat. Die Rede ist von „Tot“ von Iconfactory (wobei die URL schon Programm ist). „Tot“ stellt genau 7 Notizen zur Verfügung, verfügbar als kleine, farbige Leiste oben am Bildschirm. Jeder farbige Punkt erreicht genau eine Notiz, ist der Rand farbig ist Text in der Notiz, und die aktuell angezeigte Notiz ist ein farbig gefüllter Punkt.
Innerhalb einer Notiz kann Markdown verwendet werden, also z.B. ein von zwei * eingeschlossenes Wort wird in fett dargestellt. Man kann Listen anlegen, mit einfach oder nummeriert, mit Checkbox davor oder nicht.
Alle Texte verbreiten sich augenblicklich auf alle anderen Geräte. „Tot“ hat einen prominenten Platz auf allen meinen Geräten, und in Tot landet alles, was mal eben gemerkt werden muss. Telefonat mit einer Hotline? Vor dem Gespräch eben die wichtigsten Infos zusammensuchen und in einer Notiz eintragen, während des Gespräches erhaltene Infos landen da auch drin. In regelmäßigen Abständen gehe ich die sieben Punkte durch, was aufbewahrenswert ist wandert in meinen „Zettelkasten“ (mehr dazu hier), alles andere wird gelöscht. Ich haben damit die aktuell wichtigsten Projekte überall sofort im Zugriff, ohne große Gedanken, wo denn die Infos sind. Klare Empfehlung für strukturiertes Arbeiten!
Apple hat mit iOS 18 den Notizen ein weiteres Update verpasst, und über die Versionen und Jahre ist da ein richtig gutes Programm für die Verwaltung von wichtigen und interessanten Informationen geworden. Im letzten Update ist die Möglichkeit dazu gekommen, Notizen zu verlinken, ein wichtiger Schritt zu einem Wissensmanagement-System.
Sieht man sich mal an, was an anspruchsvollen Notizenapps so auf dem Markt sind, dann gibt es für sie Verwaltung großer Mengen von Notizen diverse Kandidaten, Notion und Obsidian hier besonders erwähnt. Notion ist für Organisation und Bearbeitung von Notizen im Team, Obsidian für alles, was möglich ist für den Einzelnutzer. Die Apple-Notiz-App ist auf allen Geräten, verbunden über iCloud und gut eingebettet in das Apple-Universum und kann viel und ist flexibel genug, dass jeder Nutzertyp damit klar kommt. Wir haben uns mal einige Gedanken gemacht, wie man das Notizprogramm ausreizt. Viel Spaß beim Lesen und Nutzen!
Heute morgen im Support: Aufgeregter Anruf eines Anwenders – er hätte bestimmt einen Virus. Warum? In seinem Userverzeichnis liegt ein kryptischer Ordner „ai_overlay_tmp„, und wenn er den löscht ist er kurze Zeit später wieder da.
Eine kurze Recherche ergibt: Das ist kein Virus, das ist die letzte Glanztat der Firma Logitech. Mit dem Update ihrer „Logi Options+“ – Software auf Version 1.7 gibt es die mehr als fragwürdige Idee, einen „Prompt-Builder“ für ChatGPT einzubauen, d.h. eine Taste an der Maus ermöglicht den direkten Zugriff darauf. Naja. Merkwürdige Idee, aber noch fragwürdiger ist es, einfach Im Userordner einen solchen Ordner anzulegen. Verantwortungsvolle Programmierer legen so etwas in den „Library“ – Ordner.
Erschwerend kommt noch dazu, dass diese LogiOptions+ eine aufgeblähte, fehlerhafte Software ist. Bei jedem Aufruf meckert sie fehlende Privilegien für die Bildschirmsteuerung an und in unregelmäßigen Abständen verweigert das Scrollrad dann seine Funktion, bis man sich erneut durch die Freigabe gekämpft hat – obwohl die immer aktiv war.
Ich arbeite gern mit Logitech – Mäusen, die Software aber ist eine Zumutung und wurde bei mir vor einiger Zeit durch die sehr gute“SteerMouse“ – Software ersetzt. Hochgradige Empfehlung!
Die Logitech Software können Sie auf dem Mac einfach in den Papierkorb werfen.
Zum Jahresanfang klappen die üblichen Vorsätze („Mehr Sport“, „Abnehmen“, „nie wieder Alkohol“, „nett und ausgeglichen sein“) sowieso nicht. Da kann man sich gleich auf einen sinnvollen beschränken: Guter Vorsatz in 2024 – Sicherheit auf dem Mac.
Da könnte man jetzt ja den Weg des geringsten Widerstandes nehmen, installiert sich einen Virenschutz und lehnt sich dann entspannt zurück. Kann man machen, ist aber nicht die beste Lösung.
Erstens: Das ist wie mit dem Fahrradhelm: Angeblich sollen Menschen mit Fahrradhelm risikobereiter Fahrrad fahren als solche ohne Helm. Übertragen auf den Virenschutz: Wer einen installiert hat, neigt dazu, das Hirn ein wenig abzuschalten, was solche Bedrohungen angeht: „Ich klick mal auf diesen Anhang, ich hab ja einen Virenschutz!“
Was, zweitens, ein Grober Fehler® ist: Virenschutzprogamme sind immer nur für bekannte Bedrohungen aus der Vergangenheit erfolgreich. Neue Virusvarianten müssen dem Programm erst durch ein Update bekannt gemacht werden, und das kann dauern. Und leider bremsen die meisten Virenschutzprogramme den Rechner stark aus.
Noch ein Tip für Safari. Unser letzter Tip waren die anpinnbaren TABS, einen haben wir noch, der das Leben einfacher macht, wenn man zum Beispiel zwei Accounts bei einem Anbieter hat und pflegen möchte.
Das ist immer dann problematisch, weil die Anmeldedaten für unterschiedliche Accounts in den Cookies gespeichert werden, und wenn man z.B. in Google sein privates Konto und das geschäftliche Konto gleichzeitig ansehen/bearbeiten möchte, dann klappt das bisher nicht: Es werden nur die Anmeldedaten für die zuletzt getätigte Anmeldung gespeichert.
Abhilfe ging nur, in dem man einen anderen Browser für das zweite Konto genutzt hat – jetzt geht es besser über die Profile in Safari. Hat man die eingerichtet, taucht im Browserfenster oben links ein neues Aufklappmenü auf:
Nach Einrichtung und Aufruf einer neuen Seite kann man über das Aufklappmenü das gewünschte Profil wählen. Innerhalb eines Profiles werden alle Cookies, Daten, etc. gespeichert, getrennt von allen anderen Profilen. Damit ist ein Szenario wie oben beschrieben locker handhabbar. Interessant ist das auch für Webseiten-Entwickler, die öfter mal das Problem haben, sich mit verschiedenen Berechtigungen an ein- und derselben Webseite anzumelden.
Wie einrichten?
Einfach – ist ja von Apple :-). Funktioniert ab System Ventura, 13.x
Safari starten
Safari Einstellungen aufrufen
Reiter Profile aufrufen
Da gibt es immer schon das Profil „Persönlich (Standard) Dem kann man, wenn man denn will, einen neuen Namen, ein kleines Icon und eine Farbe verpassen.
Mit dem „+“ legt man eines oder mehrere Profile an, auch hier kann man Namen, Icon und Farbe wählen und auch noch auswählen, welche Lesezeichen dann gelten („Favoriten“ ist vorausgewählt, man kann aber einen Unterordner aus den Favoriten auswählen.
Ebenfalls einstellbar ist, mit welchen URLs neue Fenster oder TABs geöffnet werden sollen.
Nach der Einrichtung taucht dann das oben abgebildete Aufklappmenü im Fenster auf, und ab sofort kann man für jedes Fenster/jeden TAB ein Profil auswählen und darin arbeiten, getrennt von den anderen Profilen.
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.