Interessante kleine Helferlein (#4): Arq

Kein Backup, kein Mitleid

Getreu der in Admin-Kreisen beliebten Aussage, es gäbe nur zwei Arten von Daten: Solche, die gesichert sind und solche, die noch nicht verloren sind, gefolgt in der Regel vom Spruch: „kein Backup, kein Mitleid!“, empfiehlt sich genau das: ein Backup.

Ein BackUp auf dem Apple einzurichten ist im einfachsten Falle ein Weg mit zwei Schritten: erstens eine Festplatte anschließen und zweitens bestätigen, wenn das System nachfragt, ob es die für ein BackUp nutzen wollen.

Ein ungeschriebenes Gesetz aller IT-Systemadministratoren besagt: ein gutes BackUp muss drei Bedingungen erfüllen. 

  • Erstens sollte die Sicherung automatisch passieren
  • zweitens, es muss mindestens zwei Sicherungen geben und 
  • drittens sollte einer dieser Sicherungen an einem entfernten Ort liegen.

Wer ein TimeMaschine BackUp nutzt, erfüllt zumindestens schon mal eine dieser Bedingungen. Die Sicherung wird automatisch jede Stunde gemacht, so lange die Festplatte angeschlossen ist.

Unsere Empfehlung: Arq

Und für die zweite und dritte Bedingung kommt jetzt unser kleines Helferlein Nummer vier ins Spiel. Beide Bedingungen erfüllen wir bei unseren Kunden durch den Einsatz von Arq, unsere vierten kleinen aber wichtigen Hilfssoftware auf dem Mac. Arq besteht aus zwei Software-Teilen, einem Agenten, der im Hintergrund läuft, und einem Programm, mit dem man die Einstellungen vornehmen kann.

Der Agent im Hintergrund wird immer sofort bei Systemstart mitgestartet und ist die ganze Zeit aktiv.

Die erste, berechtigte Frage ist natürlich: Warum sollte ich für ein Backup- Programm Geld ausgeben, wo doch Time Maschine auf dem Mac kostenlos dabei ist? 

Der wichtigste Grund ist, dass Arg nicht nur Festplatten als Sicherungsziel nutzen kann (oder NAS Speicher, die sich für Time Maschine auch als Sicherungsziel anbieten) sondern auch eine ganze Reihe von Cloud-Diensten wie Dropbox, AWS, OneDrive und zusätzlich auch noch die Sicherung der Daten per SFTP möglich macht. 

Das erlaubt es, eine Sicherung zum Beispiel auf ein entfernten NAS zu machen, und dabei nur bestimmte Ordner oder Dateien vom Rechner zu sichern. Über ein sehr ausgefeiltes Regelwerk kann man effektive Regeln entwerfen, welche Dateien wie gesichert werden und welche ausgeschlossen werden. 

Zusätzlich bietet Arg auch an, eine Sicherung nach dem „Zero-Knowledge-Prinzip“ durchzuführen, bei dem die Daten auf einem Cloud Dienst gespeichert werden, aber vor der Übertragung auf dem eigenen Rechner verschlüsselt werden, und dieses Passwort für die Verschlüsselung verlässt den Rechner nie. Sollte also mal eines Tages jemand bei dem Cloud- Anbieter einbrechen, dann hat er von ihnen nur unbrauchbaren Datenmüll. 

Einstelldialog der Sicherungszeiten
Einstelldialog der Sicherungszeiten

Kleiner Bonus: man kann eine E-Mail Benachrichtigung verschicken (lassen), entweder bei jedem Backup oder nur bei Fehlern. Für unsere Kunden nutzen wir ersteres, so können wir mit einem Blick in ein spezielles Postfach sehr schnell feststellen, ob Probleme drohen – dann gibt es eine Fehlermeldung – oder ob das Programm überhaupt seine Aufgaben erfüllt. Läuft es nicht korrekt, bleibt die tägliche Gesundheitsmeldung aus und wir können nachsehen. 

Erfolgsmeldung von Arq
So fängt eine Erfolgsmeldung von Arq an…

NACHTRAG: Ich kriege grad aus der Technik einen Rüffel, weil ich einen wesentlichen Punkt beim Backup übersehen habe: Man MUSS regelmäßig prüfen, ob man aus dem Backup zufällige Daten wiederherstellen kann. Das also noch einmal nachgeschickt.

Zu finden für kleines Geld hier.

MacBook Pro 14″ mit M5

Grad angekündigt, und die ersten Nachfragen:

„Warum sollte ich mir das kaufen statt eines preiswerteren MacBook Air in 15″?“

Gute Frage, Die Unterschiede sind gering:

  • M5 – 10-15% schneller
  • Neue GPU mit Zusatzprozessor für KI in der Grafik
  • Mehr Anschlüsse (wobei die Thunderbolt-Anschlüsse Version 4 statt 5 wie bei den ProPro und ProMax MacBooks liefern)
  • Farbe schwarz

Mein Argument wäre: Man kann (gegen Aufpreis, klar) einen matten Bildschirm bekommen.

😜 Und natürlich ein kleines Statussymbol: Man hat ein MacBook PRO in der Tasche und kein schnödes MacBook Air!

Neue iPhones? Klar, im September

September. Der Monat zwischen Sommer und Herbst, im Zuge des Klimawandels wohl eher ein weiterer Sommermonat. Was den September aber zuverlässig auszeichnet:
Im September stellt Apple neue iPhones vor. Und da vermutet die Gerüchteküche den 10.September als Termin. (Nachtrag: inzwischen ist die Katze aus dem Sack: es ist der 9.9., um 19:00 unserer Zeit!)

Die augenfälligsten neuen Features: Die iPhones werden größer. Nur ein wenig, weil der Größenzuwachs im Display etwas kompensiert wird durch schmalere Ränder.
Neue Kameras soll es geben, unter anderem wandert die 5x Periskop-Linse des iPhone 15 Pro Max jetzt auch ins iPhone 16 (ohne Pro und Max). Alle Geräte sollen den neuen A18 Prozessor erhalten und damit – logisch – fit für Apple Intelligence sein.
Die Pro-Modelle sollen einen dedizierten Kamerabutton erhalten, der (gerüchteweise) einen Auslöseknopf simuliert. Also leicht drücken stellt scharf, stärker drücken löst aus. Ein vereinzeltes Gerücht dichtet diesem Button auch die Funktion „Scharfstellen durch streichen“ an, da bin ich mal gespannt, wie das haptisch funktionieren soll.
So weit, so iPhone. Manchmal nutzt Apple aber auch die Aufmerksamkeit, um quasi als Beifang neue Geräte vorzustellen.

Und da hätten wir dann:

  • Neue MacBook Pro 14“ & 16“ mit dem M4-Prozessor, den man ja im iPad schon kaufen kann. Bisher nicht explizit erwähnt wurden der M4 Pro und der M4 Max, da gehe ich aber stark davon aus, daß Apple nicht nur die LowEnd Konfigurationen seiner HighEnd – Reihe vorstellt.
  • Neuer Mac Studio, vielleicht dann auch gleich mit dem M4 Ultra? Man darf ja noch mal träumen.
  • Neuer iMac 24“ mit M4. Ob der immer noch hartnäckig herbeigeredete iMac Pro, dann in 30“ oder 32“, kommt – glaube ich eher nicht.
  • Neuer Mac mini. Und da gibt es interessante Hinweise: Das Gehäuse soll angeblich schrumpfen, in die Größenregion des AppleTV. Das wäre ja mal eine interessante Sache, speziell auch für Leute, die damit Hosting im Rechenzentum betreiben, dann 3 Rechner in einer Höheneinheit. Und das bringt mich wieder zu einem Thema, bei dem ich mich jedesmal frage: Warum will Apple das nicht, sie können es doch?
  • Die Idee ist natürlich, die sparsamen und trotzdem leistungsfähigen Prozessoren mit einem kleinen Akku für einen Tag Laufzeit zu kombinieren, und im Gehäuse eines MacBook 12“ oder 11“ unterzubringen. Das ist die unschlagbare Kombi für jemanden, der auf einem Rechner unter MacOS arbeiten will und nicht die ganzen Limitierungen einer iPad/Tastatur-Kombi in Kauf nehmen will. Der Markt dafür wäre natürlich schmal, deswegen denkt Apple wahrscheinlich nicht drüber nach. Schade. Wir hatten grad das MacBook 12 eines Kunden zur Neuinstallation hier, und da fällt einem dann schon auf, daß sich in diesem genialen Formfaktor ein viel zu schwacher Prozessor abrackert. Also, Apple: Mach, bitte.
  • Die ganze Zubehörriege wartet auf Updates, das wären die AirPods (soll die 4.Generation kommen), die AirPod Pro (wahrscheinlich keine neue Hardware, lediglich in iOS 18 diverse neue Funktion – ankommendes Gespräch durch Kopfschütteln ablehnen), und natürlich die AirPod Max. Die haben bei mir immer noch den Status der ungeschlagen besten Over-Ear Kopfhörer, nach einem kürzlichen Hörtest der Sony 1000MX4?5? könnte Apple aber im Bereich das ANC gern nochmal nachlegen.

Jetzt heißt es noch etwas abwarten. Für alle Interessenten an den MacBook Pro mit M4: Wir haben uns mit den Distributoren zusammengetan und einen „Korridor“ an interessanten Konfigurationen definiert, die wir dann sofort nach Auftauchen im Apple Ordersystem reservieren werden. Vielleicht klappts ja mal mit zügiger Belieferung.

Neuer Virus? Nein, Logitech Software…

Heute morgen im Support: Aufgeregter Anruf eines Anwenders – er hätte bestimmt einen Virus. Warum? In seinem Userverzeichnis liegt ein kryptischer Ordner „ai_overlay_tmp„, und wenn er den löscht ist er kurze Zeit später wieder da.

Eine kurze Recherche ergibt: Das ist kein Virus, das ist die letzte Glanztat der Firma Logitech. Mit dem Update ihrer „Logi Options+“ – Software auf Version 1.7 gibt es die mehr als fragwürdige Idee, einen „Prompt-Builder“ für ChatGPT einzubauen, d.h. eine Taste an der Maus ermöglicht den direkten Zugriff darauf. Naja. Merkwürdige Idee, aber noch fragwürdiger ist es, einfach Im Userordner einen solchen Ordner anzulegen. Verantwortungsvolle Programmierer legen so etwas in den „Library“ – Ordner.

Erschwerend kommt noch dazu, dass diese LogiOptions+ eine aufgeblähte, fehlerhafte Software ist. Bei jedem Aufruf meckert sie fehlende Privilegien für die Bildschirmsteuerung an und in unregelmäßigen Abständen verweigert das Scrollrad dann seine Funktion, bis man sich erneut durch die Freigabe gekämpft hat – obwohl die immer aktiv war.

Ich arbeite gern mit Logitech – Mäusen, die Software aber ist eine Zumutung und wurde bei mir vor einiger Zeit durch die sehr gute“SteerMouse“ – Software ersetzt. Hochgradige Empfehlung!

Die Logitech Software können Sie auf dem Mac einfach in den Papierkorb werfen.

TABs in Safari anpinnen…

Ein kleiner, aber genialer Trick in Safari:

Wer bestimmte Seiten eigentlich immer braucht, der kann diese Seiten „anpinnen“, so daß die bei jedem neu geöffneten Fenster sofort verfügbar sind – und wenig Platz wegnehmen. Geht ganz einfach, muss man nur erstmal drauf kommen:

  • In Safari auf das Menü „Darstellung“ gehen, dort „Tableiste immer einblenden“
  • Neue Seite mit dem Befehl „Ablage“->“Neuer Tab“ als Tab anlegen (oder Befehl-T)
  • In diesem Tab die gewünschte Seite aufrufen
  • Mit der Maus den Tab oben greifen und ganz nach links schieben.
  • Auf dem Weg nach links schrumpft irgendwann die Tableiste auf das FaviCon (das kleine Icon der Webseite) zusammen.
  • Loslassen, und ab jetzt ist diese Webseite immer bei „Neues Fenster“ in dem kleinen Tab links mit dabei.
  • Rausnehmen geht genau so: Tab nehmen, nach rechts schieben.

Da nich für!

NACHTRAG: Wenn man einen Webseite in einem der angepinnten Tabs angezeigt hat und wählt eine andere URL, dann öffnet Safari automatisch einen neuen Tab, heißt: Im angepinnten Tab ist immer die angepinnte Webseite.