Unsichtbare Dateien auf dem Mac anzeigen

KUNCKEL EDV

Unsichtbare Dateien auf dem Mac anzeigen – ganz einfach!
Apple sorgt ja immer sehr rühren dafür, den Anwender von kompliziertem Computerkram fern zu halten. Das führt zum Beispiel dazu, dass dem Anwender der Zugriff auf Dateien in der eigenen Library nicht so einfach gemacht wird. In der Library sind Voreinstellungen, temporäre Dateien, Vorlagen, etc. enthalten, und manchmal möchte man da was dran ändern. Das geht zum Beispiel, in dem man das Menü „Gehe zu“ im Finder aufruft. Im Normalzustand sieht es so aus:

Menü „normal“

Hält man beim Aufruf die option/alt – Taste gedrückt, taucht zwischen „Benutzerordner“ und „Computer“ die Library auf.

Noch einfacher ist das mit einem Tastenkürzel. Man öffnet ein Fenster im Finder, zum Beispiel den eigenen Benutzerordner, und drückt dann das folgende Tastenkürzel:

Befehl – Shift – .

(Befehl/Command – Shift/Umschalttaste – Punkt/.)

Danach werden alle unsichtbaren Dateien gelistet, unter anderem auch der Library – Ordner. Der ist etwas anders dargestellt, läßt sich aber öffnen.

Zum Ausblenden der unsichtbaren Dateien den gleichen Befehl nochmal…

(getestet mit macOS 12.x)

Geheimnisse des Betriebssystems…

Teil 1873…

Interessant, was das Betriebssystem einem so alles bietet. Beim Versuch, einen Ordner mit ca. 100 PDF-Dokumenten zu komprimieren, bekommt man dann so eine nachdenklich stimmende Anzeige:

1 Million Tage

49 von 1 Byte, und das in 579 Millionen Tagen – hoffentlich wird es noch fertig, bevor die Sonne zur Supernova wird…

War da was? Da war was: WWDC 2022*

Am 6.Juni war Apple World Wide Developer Konferenz, und trotz der im Vorfeld geleakten Dinge gab es noch eine Handvoll Überraschungen.

Hardware: Neues MacBook Air mit M2

Das war erwartet worden, nicht klar war, ob es nur ein neues Design gab oder auch noch einen neuen Prozessor: Es ist dann beides geworden. Das neue Air lehnt sich an das Erscheinungsbild des MacBook Pro an, es ist kantiger und ihm fehlt die charakteristische spitz zulaufende Form. Insgesamt ist es nur 11,3 mm dick, das alte Air (was es in der kleinsten Konfiguration als Einstiegsmodell immer noch gibt) war vorn 4,1mm dick und an der dicksten Stelle 16,1mm. Geben tut es das in vier „Nicht-Farben“: Silber, Polarstern (ein leichtes Gelbgold), Space Grau und Mitternacht. Letzteres wirkt schwarz, aus dem richtigen Winkel betrachtet sieht man, das es eigentlich tiefdunkelblau ist.

WWDC: Vier MacBook Air
Kein französisches Anführungszeichen, nein: 4 MacBook Air

Der neue M2: +20%

So plakativ läßt sich das zusammenfassen: 8 Core CPU, bis zu 10 Core GPU (2 mehr als beim alten Modell). Bis zu 24GB RAM, und der gesamte Speicher ist 50% schneller an die Prozessoren angebunden. Das sollte ein (spürbarer) Geschwindigkeitsgewinn von ca. 20% sein. Waren wir vorher mit dem M1 schon im Leistungsbereich des iMac 27″, sind wir jetzt sogar etwas schneller.

Hardware: Neues MacBook Pro 13″ mit M2

Auch dieses Modell hat den M2 bekommen, und dieses Modell ist überraschenderweise das einzige Modell mit Touchbar. Wahrscheinlich aus genau diesem Grund noch im Programm: Wer den Touchbar will, kann ihn hier bekommen.

Verfügbarkeit…?

Große Frage. Bestellt werden kann es erst im Juli, die 8GB Standardgeräte werden wohl zu Anfang einige verfügbar sein, was die CTO angeht – da haben wir grad kein so ganz positives Gefühl…

Software…

Die WWDC ist ja eine Software-Veranstaltung, und an dieser Stelle hat sich auch viel getan. Eine kurze Zusammenfassung und ein persönliches Highlight…

(Wer alle Neuerungen sehen will, dem empfehlen wir einen Besuch bei den Kollegen von MacRumors

iOS

Die bittere Pille zuerst: Das Betriebssystem für die iPhones wird auf dem 6s, dem 7 und den ersten SE NICHT mehr laufen! Ansonsten gab es viele Detailverbesserungen:

  • Lockscreen: Das erste, was man auf dem iPhone sieht. Jetzt mit anpassbarer Anzeige
  • Safety Check: Für Menschen in übergriffigen Beziehungen: Man kann jetzt in einer zentralen Stelle alle geteilten Informationen ausschalten
  • Keyboard Haptics: Man kann jetzt eine haptische Information, d.h. eine kleine Vibration anschalten, die bei jeder gedrückten Taste auf der Tastatur kommt.
  • Sicherheit: Wenn Apps auf die Zwischenablage zugreifen wollen, dann müssen sie um Erlaubnis fragen
  • WIFI: Man kann sich sein WLAN-Kennwort anzeigen lassen!
  • Sicherheitsupdates werden kleiner und lassen sich schneller installieren
  • Es gibt ein neues, zwischen Familienmitgliedern geteiltes Fotoalbum
  • Duplikate in Fotos und Kontakten lassen sich schnell aussortieren
  • FaceID funktioniert jetzt auch im Querformat!
  • iMessages (und Mails) lassen sich innerhalb von 15 Minuten bearbeiten oder zurückziehen.
  • Figuren in Photos lassen sich mit einem längeren Druck darauf isolieren und kopieren!

macOS ventura

Da ist mein Vorschlag also nicht eingetroffen, vielleicht auch besser so.

Die beiden für mich wichtigsten Neuerungen: Man kann sein iPhone als WebCam für Videokonferenzen nutzen, und Apple treibt das passwortlose Dasein voran. Nennt sich PassKeys, und lehnt sich an die FIDO-Allianz an. Die ganzen großen (Amazon, Microsoft, Google) sind mit im Boot.

Nachteil: Man braucht ein iPhone, also ein Gerät, um seine Identität zu bestätigen (über TouchID oder FaceID), und dafür muss man dann eine wirklich gute Ersatz/Backup-Strategie haben.

iPad OS

Und hier kommt mein persönlicher Favorit: Es gibt einen Stage Manager, der die Fensterverwaltung auf dem iPad deutlich verbessert. So langsam wird das Multitasking nutzbar…

* Würden wir die Überschrift mit einem Letraset-Bogen (wer kennst sie noch) gesetzt haben, wären die W jetzt alle…

Fritzbox-Besitzer: Sichere DNS Abfragen…

Ein ganz wesentlicher Bestandteil des Internets ist der Domain Name Service, kurz als DNS bezeichnet. DNS ist quasi die Telefonauskunft des Internets. Möchten Sie die neuesten Nachrichten über den Rücktritt von Herrn Kurz auf spiegel.de lesen, dann tippen Sie in Ihrem Browser www.spiegel.de ein. Ihr Browser geht mit dieser Information zu einem sogenannten DNS-Resolver und fragt den: „sag mal, wo finde ich denn im Moment den spiegel.de?“. Der DNS-Resolver würde dann zum jetzigen Zeitpunkt mit der IP-Adresse 128.65.210.8 antworten. Diese Adresse steuert der Browser dann an.

Die Antwort des DNS-Resolvers kann aber auch lapidar lauten „keine Ahnung“. Dann haben Sie sich entweder bei der Eingabe des Namens vertippt oder die Adresse kann im Moment nicht gefunden werde – siehe Facebook, Instagram, WhatsApp letzte Woche.

Das DNS-System datiert aus den Anfängen des Internets, und Datenschutz war da nicht so das Ding, heißt: Alle Abfragen gehen unverschlüsselt durch das Netz. „Der Anwender XYZ möchte spiegel.de besuchen“.

Benutzer der Fritzbox mit aktuellem Betriebssystem (zum Zeitpunkt des Artikels ist das 7.28) können das für alle Rechner im Heimnetz sicherer machen. Es gibt DNS-Resolver, die verschlüsselte Anfragen annehmen und bearbeiten. Die Fritzbox verschlüsselt dann die DNS-Anfragen, und der DNS-Server antwortet ebenfalls verschlüsselt. Kein Mensch kann ab sofort die Kommunikation mitlesen.

Um das in der Fritzbox einzurichten, brauchen wir die Auflösungsnamen der DNS-Server. Das findet man in der Regel bei den Anbietern dieser Server heraus.

Ein Besuch auf der Seite von Cloudflare gibt diese benötigten Informationen preis, die wir dann in der Fritzbox unter „Internet/DNS-Server“ eingeben:

  • 1dot1dot1dot1.cloudflare-dns.com
  • one.one.one.one

Cloudflare ist ein großer Internet-Dienstleister, deren DNS – Server sind auch unverschlüsselt gut und sehr schnell zu nutzen. Die IP ist leicht zu merken: 1.1.1.1.
Das tragen wir auf der Seite in der Fritzbox ein, und dann setzen wir noch einen Haken bei „DNS over TLS (DoT)“. Es öffnet sich ein Textfenster, und hier geben wir die beiden Auflösungsnamen ein, einen proZeile.

Das Ganze noch mit „Übernehmen“ bestätigen, und ab sofort belauscht niemand mehr, was sich ihr Haushalt so im Internet ansieht.

Tastatur mit TouchID am MacBook Air

Gestern gekommen, natürlich heute sofort ausprobiert.

Anschluss

Einfach, wie von Apple gewohnt. Das mitgelieferte USB-C auf Lightning – Kabel mit dem entsperrten Rechner verbinden, einige Sekunden später kommt eine Mitteilung, dass die Tastatur jetzt genutzt werden kann. Das USB-Kabel ist jetzt mit einer Art Stoffhülle umgeben und wirkt etwas stabiler als die bisherigen Lightning-Kabel.

Betrieb

Absolut unauffällig, bis es darum geht, z.B. 1Password zu entsperren. Man klickt dann auf die Schaltfläche mit dem Fingerabdruck, der Dialog für die Fingerabdruck-Entsperrung öffnet sich. Einen der am Rechner angelernten Finger kurz auf den Sensor an der Tastatur legen, zack, geöffnet. Im ersten Überblick funktioniert alles damit, beim besten Banking-Programm für den Mac MoneyMoney kommt zuerst die Frage, dass man doppelt auf die Seitentaste der Uhr tippen soll, wenn man in den Voreinstellungen des Programmes die Uhr als Entsperrgerät eingetragen hat. Bricht man das ab, kann man auch hier auf die Schaltfläche mit dem Fingerabdruck klicken und dann den Sensor nutzen. Es muss KEIN neuer Fingerabdruck angelernt werden, d.h. die Tastatur hat keine eigene „Secure Enclave“, sie reicht die erkannten (neutralen) biometrischen Daten an die „Secure Enclave“ auf dem Mac weiter, und die nickt die Anfrage anhand der gespeicherten Daten dann ab – oder eben nicht.

Fazit

Wieder ein kleiner Schritt, die Benutzung des Mac zu perfektionieren. Erst, wenn man es öfter nutzt, fällt es einem auf, wie man diesen Komfortgewinn schätzt. Erkennung ist genau wie auf dem Rechner, gefühlt dauert es auf der Tastatur 1/10 Sekunde länger… 😎

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