AirTags – nützlich oder Spielerei? In unserem ersten Artikel zu den AirTags haben wir den verlorenen Koffer als Symbol genommen, um mal die Fähigkeiten der AirTags zu betrachten. Und aus gegebenem Anlass können wir diesen Koffer jetzt von der Fiktion in die reale Welt entlassen.

Im Rahmen einer kleinen Urlaubsreise lege ich jeweils in einen der beiden Koffer einen vorhandenen AirTag. (Bitte nicht an den Namen stören, ich war zu faul, die umzubenennen.)

Los gehts…

Bei der Abgabe am Flughafen verschwinden beide Koffer auf den Transportbändern im Inneren der Gepäckabfertigung. Wenige Sekunden danach kommt der Alarm, dass zwei Objekte zurückgelassen wurden – soweit alles richtig.

Im Verlaufe des Eincheckvorganges wird der aktuelle Standort immer mal wieder aktualisiert – irgend jemand in der Gepäckabfertigung hat also ein iPhone, aktuelles Betriebssystem darauf und Bluetooth eingeschaltet – soweit auch alles erwartbar.

AirTags in Aktion: Wo sind die Koffer?

Im Flieger selbst reagiert die „Wo ist?“ App nicht, sie will unbedingt eine Internetverbindung – obwohl für die Nahfeldortung ja Bluetooth ausreichen würde.

Gelandet

Bei der Landung am Zielflughafen wird es dann spannend: Ungefähr die Hälfte der Passagiere steigt mit uns aus, der Rest bleibt sitzen und fliegt noch auf die Nachbarinsel weiter. Es wird also auch nur die Hälfte des Gepäcks ausgeladen, und wir hoffen mal, dass es die richtige Hälfte ist.

In der „Baggage Claim“ – Area schalte ich den Flugmodus wieder aus, und siehe da: Vor 10 Minuten war jemand mit iPhone in der Nähe der Koffer. Das spricht schon mal sehr stark dafür, dass die Koffer ausgeladen wurden.

Der blaue Punkt im Bild links ist der aktuelle Standort des Autors, der einsame Schlüssel auf dem Rollfeld ist der „RZ Schlüssel“, darunter unsichtbar der „Autoschlüssel“ – beides AirTags, die in den Koffern liegen.

Dann passiert einige Minuten nichts, bis sich der Standort wieder ändert, jetzt auch im Flughafengebäude, aber noch 100 Meter von uns entfernt. Jetzt kann man schon mal sicher sein, dass die Koffer ausgeladen wurden und auf dem Weg zu uns sind.

Das Gepäckband fängt an zu laufen, in der „Wo ist?“ – App gibt es ein Update, und Sekunden später laufen die Koffer auf das Gepäckband!

Wir hatten auch schon mal den Fall, dass die Koffer auf einem falschen Band ankamen und da inmitten vieler Reisender ihre Runden drehten – das würde man jetzt merken, weil es ja ständig Ortsupdates geben würde.

Fazit

Kann man durchaus gebrauchen. Auch für Koffer sind die AirTags eine kleine zusätzliche Versicherung. Wenn die Koffer tatsächlich mal in Hongkong landen, man würde es bald wissen – auch wenn es einem dann nicht direkt hilft.

NACHTRAG:

Auf dem Rückflug sorgen die AirTags für etwas mehr Informationen: Unser Rückflug macht in Gran Canaria Zwischenstop, wo viele der Passagiere – und deren Gepäck – das Flugzeug verlassen. Wir bleiben in der Maschine sitzen, warten auf die neu Zusteigenden. In den ruhigen Minuten teste ich die AirTags: Mit eingeschalteter Funkverbindung das Flugzeug einmal entlanglaufen, und siehe da: Die Koffer melden sich. Schon mal gut!

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