Liebe Freunde des großen iMacs: Sie müssen jetzt tapfer sein – es wird nach unserer Einschätzung keine neue Version davon geben.

Warum? Der Reihe nach:

Neuvorstellung iMac 27″? Fehlanzeige!

Gestern hat Apple einen Event abgehalten, zu dem neben diversen iPhone und iPad-Neuigkeiten auch ein 27“ iMac erwartet wurde. iPhone in grün und iPad in neu kamen dann auch, aber: kein iMac 27“. Apple wollte das gesamte Portfolio bis zum Ende dieses Jahres ja auf eigene Chips umgestellt haben. Das hat angefangen mit dem MacBook Air, dem Mac mini und einem MacBook Pro. Als nächstes kamen die iMac in bunt und 24“, und das fand seine Fortsetzung dann in den MacBook Pro (die übrigens IMMER noch sehr schlecht lieferbar sind). Und da war natürlich die Erwartung groß, jetzt einen neuen iMac zu sehen (27“? Oder 30“?). 

Statt dessen: Mac Studio

Vorgestellt wurde der Mac Studio, eine kleine Schachtel in der Größe von zwei aufeinandergestellten Mac minis, begleitet von einem passenden 27“-Display, das, logisch, „Studio Display“ heißt. 

Der Mac Studio von vorn

Angetrieben wird das kleine Kraftwerk von entweder dem aktuellen M1 Max oder von einem neuen Chip, dem M1 Ultra (laut Präsentator der letzte M1-Chip, den Apple bauen will).

Wer unsere Newsletter aufmerksam liest, dem wird das Design des neuen Chips bekannt vorkommen: 

Im Internet haben wir eine schematische Zeichnung der aktuellen Chips gefunden, mit daran angehängten hypothetischen Designs. (nachzusehen gern hier: https://hypercritical.co/2021/05/21/images/city-of-chiplets.png). Damals – zur Vorstellung der MacBook Pro schrieben wir dazu: (Beitrag hier)

Wenn man jetzt mal den Blick nach unten lenkt: Das sind noch zwei Reihen von Chips abgebildet. Wenn die in den iMacs und MacPros auftauchen: Viel Spaß! (Mal so nachgerechnet: Ein hypothetischer MacPro könnte dann 256GB RAM/Videospeicher haben!

Tja. Was soll man sagen: das Design des Ultra-Chips ist tatsächlich der vorletzte in der Zeichnung. Der Ultra besteht eigentlich aus zwei „aneinandergeklebten“ M1 Max-Chips und hat tatsächlich 2 x 64 GB Speicher!

Der Mac Studio mit dem M1 Max-Chip ist gegenüber einem iMac 27 mit 10 Core i9 bis zu 2,5x so schnell, und 50% schneller als der Mac Pro mit 16 Kern Xeon.

Der neue M1 Ultra-Chip hat es in sich: bis zu 3,8x schneller als der schnellste iMac 27, und wer es bei der Ausstattung mit dem Ultra etwas krachen läßt, liegt in der Leistung 60% über dem aktuell schnellsten Mac Pro mit 28 Kernen!

(Alle Angaben von Apple, aber die Werte haben bei den MacBook Pro ja auch gestimmt.)

Zum Ende der Veranstaltung kam dann in der Zusammenfassung der kleine, aber wie ich finde, entscheidende Satz: „Damit haben wir alle Produktkategorien auf die neuen Prozessoren gebracht – aber ein Produkt bleibt noch: MacPro. Das ist eine Sache für einen anderen Tag!“

Da, finde ich, gibt es nicht allzuviel hineinzudeuten: Die neue Produktaufteilung bei Apple sieht so aus:

  • Consumer: Mac mini, MacBook Air, kleines MacBook Pro, iMac 24 – der ja von 21,5 auf 24 gewachsen ist.
  • Pro: MacBook Pro 14 & 16, Mac Studio und Mac Pro.

Rechnet man mal zusammen, dann kommt man zu folgenden Ergebnissen:

 Mac Studio mit Max-Prozessor 2299€ und Studio Display für 1749€, zusammen ca. 4000€

Damit liegt man tatsächlich deutlich UNTER dem Niveau eines passend konfiguriertem iMac 27“ mit 10 Core i9, 64GB RAM, 512 GB SSD, Radeon 5700. 

Gut – der iMac hat zum Preis von 4900€ noch eine Maus und eine Tastatur dabei, wir wollen aber nicht kleinlich sein.

Wenn ich ehrlich sein soll: Ich war früher nie ein Fan von Kompaktanlagen mit CD, Cassette und Radio. Meist gab der CD-Spieler seine Geist auf und war nicht mehr oder nicht zu einem sinnvollen Preis zu reparieren. Man hat dann das restliche Gebilde zum Radiohören genutzt und irgendwann entsorgt.

Genau so etwas sehen wir bei den älteren iMac 27“: Der Monitor ist immer noch genial, aber das Innenleben könnte eine Auffrischung vertragen. Pech gehabt – der Versuch, den iMac als Bildschirm an einem neueren Rechner zu betreiben, scheitert meist. Da gibt es von Apple nur einen sehr engen Nutzungskorridor.

Ich denke, dass die Zeiten des „All in One“ – Rechners im Pro-Bereich zu Ende sind. Die Leistungsdaten des Ultra sind derart beeindruckend, dass ich mich frage, was uns der MacPro bringen wird.

Ich denke, Apple wird noch einige Lücken auffüllen, z.B. den Mac mini in der Leistung noch etwas anheben, damit die Lücke zwischen Mac mini und Mac Studio nicht so ganz groß ist.

Vielleicht liege ich aber ja auch ganz falsch, und demnächst wird ein iMac 32 UltraMax vorgestellt, neben einem MacPro mit HyperUltraMax M2. Das ist dann eine Veranstaltung für die Freunde der ganz dicken Brieftasche.

Vorbestellungen nehmen wir gern unter apple@kunckeledv.de an, zu den Lieferzeiten („verfügbar am 18. März“) sage ich lieber noch nichts…

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