Ab Freitag: Apple Vision Pro

Normalerweise kündigt Apple neue Produkte ja immer mit einer ganzen Batterie von Fanfaren an, und da ist das eher leise Blockflötengepiepe der letzten Produkt-Ankündigung schon merkwürdig. Die Apple Vision Pro ist ab Freitag vorbestellbar und wird am 02.02.2024 in den AppleStores in den USA verfügbar sein,

Interessant auch, wie sehr Apple die Kommunikation steuert: Den Entwicklern wird vorgeschrieben, NICHT die Begriffe AR/VR/XR zu verwenden, man solle doch bitteschön den Begriff „Spatial Computing“ verwenden.

Erinnert an eine andere Produkteinführung: Die Apple Watch. Die wurde mal vorgestellt als „die genaueste Uhr der Welt“, das war quasi der kleinste gemeinsame Nenner. Apple läßt immer gern etwas Raum zur Entfaltung für seine Produkte, beobachtet genau, wohin es sich entwickelt und fördert diese Entwicklung. Die Uhr ist so vom goldenen Luxuszubehör zu einem Gesundheitswächter geworden, und ich denke, bei der Vision Pro werden sie genauso genau beobachten, in welchen Markt sie sich entwickelt. Und da wollen sie natürlich keine Begriffe wie AR/VR/XR mit dem Produkt verbunden haben, die eventuell dann nicht mehr passen.

Die erste Charge wird schnell vergriffen sein, dafür sorgen schon die „early adopters“. Was danach kommt, wird interessant.

Guter Vorsatz in 2024 – Sicherheit auf dem Mac

Zum Jahresanfang klappen die üblichen Vorsätze („Mehr Sport“, „Abnehmen“, „nie wieder Alkohol“, „nett und ausgeglichen sein“) sowieso nicht. Da kann man sich gleich auf einen sinnvollen beschränken: Guter Vorsatz in 2024 – Sicherheit auf dem Mac.

Da könnte man jetzt ja den Weg des geringsten Widerstandes nehmen, installiert sich einen Virenschutz und lehnt sich dann entspannt zurück. Kann man machen, ist aber nicht die beste Lösung.

Erstens: Das ist wie mit dem Fahrradhelm: Angeblich sollen Menschen mit Fahrradhelm risikobereiter Fahrrad fahren als solche ohne Helm. Übertragen auf den Virenschutz: Wer einen installiert hat, neigt dazu, das Hirn ein wenig abzuschalten, was solche Bedrohungen angeht: „Ich klick mal auf diesen Anhang, ich hab ja einen Virenschutz!“

Was, zweitens, ein Grober Fehler® ist: Virenschutzprogamme sind immer nur für bekannte Bedrohungen aus der Vergangenheit erfolgreich. Neue Virusvarianten müssen dem Programm erst durch ein Update bekannt gemacht werden, und das kann dauern. Und leider bremsen die meisten Virenschutzprogramme den Rechner stark aus.

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PacMan in einer Dimension…

Mal ein kleiner Tip für die ideale Work/Life-Balance und als Herausforderung für die Kaffeepause in der Firma: PacMan in einer Dimension, also nur links-rechts. Ganz schön herausfordernd, und einfach im Browser zu spielen…

Screenshot PacMan eindimensional

Profile in Safari verwenden

Noch ein Tip für Safari. Unser letzter Tip waren die anpinnbaren TABS, einen haben wir noch, der das Leben einfacher macht, wenn man zum Beispiel zwei Accounts bei einem Anbieter hat und pflegen möchte.

Das ist immer dann problematisch, weil die Anmeldedaten für unterschiedliche Accounts in den Cookies gespeichert werden, und wenn man z.B. in Google sein privates Konto und das geschäftliche Konto gleichzeitig ansehen/bearbeiten möchte, dann klappt das bisher nicht: Es werden nur die Anmeldedaten für die zuletzt getätigte Anmeldung gespeichert.

Abhilfe ging nur, in dem man einen anderen Browser für das zweite Konto genutzt hat – jetzt geht es besser über die Profile in Safari. Hat man die eingerichtet, taucht im Browserfenster oben links ein neues Aufklappmenü auf:

Bildschirmfoto des Aufklappmenüs zur Profilauswahl

Nach Einrichtung und Aufruf einer neuen Seite kann man über das Aufklappmenü das gewünschte Profil wählen. Innerhalb eines Profiles werden alle Cookies, Daten, etc. gespeichert, getrennt von allen anderen Profilen. Damit ist ein Szenario wie oben beschrieben locker handhabbar. Interessant ist das auch für Webseiten-Entwickler, die öfter mal das Problem haben, sich mit verschiedenen Berechtigungen an ein- und derselben Webseite anzumelden.

Wie einrichten?

Einfach – ist ja von Apple :-). Funktioniert ab System Ventura, 13.x

  • Safari starten
  • Safari Einstellungen aufrufen
  • Reiter Profile aufrufen
  • Da gibt es immer schon das Profil „Persönlich (Standard) Dem kann man, wenn man denn will, einen neuen Namen, ein kleines Icon und eine Farbe verpassen.
  • Mit dem „+“ legt man eines oder mehrere Profile an, auch hier kann man Namen, Icon und Farbe wählen und auch noch auswählen, welche Lesezeichen dann gelten („Favoriten“ ist vorausgewählt, man kann aber einen Unterordner aus den Favoriten auswählen.
  • Ebenfalls einstellbar ist, mit welchen URLs neue Fenster oder TABs geöffnet werden sollen.

Nach der Einrichtung taucht dann das oben abgebildete Aufklappmenü im Fenster auf, und ab sofort kann man für jedes Fenster/jeden TAB ein Profil auswählen und darin arbeiten, getrennt von den anderen Profilen.

TABs in Safari anpinnen…

Ein kleiner, aber genialer Trick in Safari:

Wer bestimmte Seiten eigentlich immer braucht, der kann diese Seiten „anpinnen“, so daß die bei jedem neu geöffneten Fenster sofort verfügbar sind – und wenig Platz wegnehmen. Geht ganz einfach, muss man nur erstmal drauf kommen:

  • In Safari auf das Menü „Darstellung“ gehen, dort „Tableiste immer einblenden“
  • Neue Seite mit dem Befehl „Ablage“->“Neuer Tab“ als Tab anlegen (oder Befehl-T)
  • In diesem Tab die gewünschte Seite aufrufen
  • Mit der Maus den Tab oben greifen und ganz nach links schieben.
  • Auf dem Weg nach links schrumpft irgendwann die Tableiste auf das FaviCon (das kleine Icon der Webseite) zusammen.
  • Loslassen, und ab jetzt ist diese Webseite immer bei „Neues Fenster“ in dem kleinen Tab links mit dabei.
  • Rausnehmen geht genau so: Tab nehmen, nach rechts schieben.

Da nich für!

NACHTRAG: Wenn man einen Webseite in einem der angepinnten Tabs angezeigt hat und wählt eine andere URL, dann öffnet Safari automatisch einen neuen Tab, heißt: Im angepinnten Tab ist immer die angepinnte Webseite.

Weihnachten 2023 & Ausblick 2024

Oder auch: Warum Sie unbedingt Panorama-Fotos machen und räumliche Videos drehen sollten.

So langsam atmen alle durch, das Jahresende und die davor liegende etwas ruhigere Zeit ist absehbar. Die Paketdienste sind noch im „Turbo“ – Modus, unsere Lieferanten bemühen sich, die letzten noch offenen Bestellung abzuarbeiten. Das hat leider mit den iPhone 15 Pro & Pro Max überhaupt nicht geklappt, mit den neuen MacBook Pro M3 so lala – aber auch hier sehen wir Licht am Ende des Liefertunnels.

Was kommt 2024?

Gute Frage. Versuchen wir mal. MacBook Air in 13″ & 15″ mit M3 gelten als gesichert, der Studio mit M3 Ultra könnte noch kommen. Wir erwarten neue AirPod Max & Pro, und der Elefant im Raum ist natürlich die Apple Vision Pro. Eine 3D-Brille für 3500€. Sicherlich nicht jedermanns Sache. Und ob das Ding ein Erfolg wird? Sicherlich nicht in der Qualität der iPhone-Revolution, aber Apple hat einen langen Atem, und es gibt tatsächlich immer mehr Berichte, die verschiedene Aspekte loben und klassische Gewohnheiten zum Medienkonsum hinterfragen.

„Warum soll ich mir einen 70″-Fernseher an die Wand nageln, wenn das mit dieser Brille besser und monumentaler aussieht?“

Ich bin mal gespannt, wann es denn zu welchem Preis bei uns verfügbar ist und natürlich, wie die Reaktionen nach Erscheinen in den USA sind. Angeblich soll die Auslieferung in den USA im Februar 2024 beginnen. Wir sind und bleiben gespannt!

One More Thing

Wenn Sie ein iPhone Pro 15 (oder Pro Max 15) haben, dann sollten Sie unbedingt noch VOR den Feiertagen dort in die Einstellungen gehen, „Kamera“, dort Formate, etwas nach unten scrollen und „Räumliches Video für die Apple Vision Pro“ einschalten.
Wenn Sie jetzt ein Video aufnehmen wollen, erscheint ein neues, kleines Symbol mit dem Icon der Vision Pro und eventuell dem Hinweis, das iPhone im Querformat zu halten. Ein für die Vision Pro aufgenommenes Video läßt sich ganz normal abspielen, entfaltet aber auf der Brille eine ganz andere, „emotionale Wucht“. Apple hat eine zweite Einladungsrunde mit ausgewählten Journalisten und TechBloggern gemacht, und die Rückmeldungen sind schon sehr beeindruckend. Zwei Beispiele haben wir hier und hier.

Quintessenz: Aufnahmen von Angehörigen, Haustieren und lieben Menschen sind so nahegehend, dass auch abgebrühte Journalisten mit den Tränen zu kämpfen haben.

Wenn Sie einen spektakulären Sonnenaufgang am Strand sehen oder sonst an einem wunderbaren Ort stehen: Machen Sie ein Panoramafoto. Auch Panoramafotos erhalten in der Brille eine völlig neue Anmutung.

Panoramic photos viewed using Vision Pro are breathtaking.

John Gruber, Daring Fireball

Deswegen, auch wenn Sie aktuell NICHT mit dem Gedanken spielen, in der ersten Runde für die Apple Vision Pro anzustehen, bereiten Sie sich schon mal drauf vor – mit den beiden oben genannten Hinweisen für Film & Video. Kostet nur etwas mehr Speicherplatz, gibt vielleicht eine spätere Überraschung.

As a basic rule, going forward, I plan to capture spatial videos of people, especially my family and dearest friends, and panoramic photos of places I visit. It’s like teleportation.

John Gruber, Daring Fireball

Bleibt uns noch, Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes, erfolgreiches und sonniges 2024 zu wünschen.

Wir sind ab dem 22.12.2023 und zwischen den Tagen nicht im Büro, die Telefonnummer für Notfälle wird aber regelmäßig abgehört.

Bis nächstes Jahr

Wolfgang Kunckel und die Teams von Kunckel EDV und WTS

watchOS 10 – Ziffernblätter einfach wechseln

In watch OS 10.2 soll es ja wieder die Möglichkeit geben, das aktuelle Ziffernblatt durch simples Wischen von links nach rechts oder umgekehrt zu ändern. Das war bis watchOS 9 möglich, in watchOS 10 hat Apple das kommentarlos entfernt. Und in der neuesten Version ist die Möglichkeit wieder zurück, man muss sie nur einschalten und den Einschalter muss man erst mal finden.

1.) Er ist nur auf der Uhr zu finden.

2.) Einstellungen auf der Uhr öffnen

3.) Nicht in „Anzeige und Helligkeit“, nicht in „Gesten“, nein im Punkt „Uhr“ gaaaanz weit unten gibt es den Schalter.

Da nich für!

Satz mit X…

… und das meint ausnahmsweise mal nichts mit dem irrlichternden Twitter/X-Besitzer, nein, das ist klassisch: „Das war wohl nichts!“.

Meine Vorhersage mit dem iMac Pro ist gnadenlos nach hinten losgegangen, statt dessen gab es – wie erwartet – einen neuen iMac mit M3 und neue MacBook Pro 14″ und 16″, ebenfalls mit M3/M3Pro/M3Max.

Gleichzeitig hat Apple das Portfolio aufgeräumt, das 13″ MacBook Pro ist rausgefallen, damit ist der „TouchBar“ endgültig Geschichte,

Die neue Produktpalette läßt sich einfach merken: Gerade Bildschirmdiagonalen = Pro, ungerade Bildschirmdiagonalen für die nicht-so-Pro-Anwender.

Die Rechner werden grad ins System eingearbeitet, sollten Montag/Dienstag alle für Angebote zur Verfügung stehen. Leistungszuwachs vom M2 zum M3 wieder ungefähr 20%. Beim M3Pro muss man dieses Mal etwas aufpassen: Im Verhältnis zum M2Pro hat Apple den Prozessor auf Kosteneffektivität getrimmt, d.h. es gibt auch eine etwas „kernsparsamere“ Ausstattung. Der M3Max macht hingegen richtig Freude, erste Benschmarks geben ihm einen Leistungszuwachs von fast 40%.

Und, ganz wichtig: Die neuen M3Pro und M3Max sind jetzt statt in Grau in Schwarz verfügbar!

Der iMacPro kommt zurück – „Scary fast“

Der iMacPro kommt zurück – „Scary fast“

Ok, das ist jetzt vorsichtiges Clickbait.

Am 30.10., dem Vorabend von Halloween, hält Apple eine Veranstaltung ab, unter dem Titel „Scary fast“ und um 17:00 Uhr Ortszeit, mitten in der Nacht bei uns.

Wie komme ich jetzt auf die steile Vorlage?

Zunächst mal finde ich die aktuelle Diskussion über was es denn sein kann etwas abgehoben und mehr getrieben von den Wünschen als von Apples Denken.

Neu MacBook Pro 14“ & 16“ mit M3:

Glaube ich nicht. Das wäre etwas kurzfristig. Nach gerade mal 10 Monaten eine neue Prozessorgeneration?

Neue iMac 24″ mit M3:

Passt irgendwie nicht ins Portfolio: Ein absoluter Einsteiger-Mac erhält den schnellsten Prozessor? Neue iMac 24“ wird es wohl geben, gern auch in neuen Bonbonfarben, aber da wird ein M2 drinnen werkeln – auch nicht „Scary fast“.

Dann taucht ein Foto aus der Lieferkette auf, mit den bunten Ladekabeln der angeblichen neuen iMac-Farben.

Auf dem Foto ganz oben links liegt ein schwarzes Kabel. Und wenn wir uns erinnern – schwarz war der iMac Pro 27“.

Und jetzt macht es endlich Sinn. Ein iMac Pro 27“/30“/32“, mit M3 Pro, Max und Ultra.

Einfach „Scary Fast“.

Am 31.10. wissen wir mehr!